Freitag, 8. Oktober 2010

Herr Bödefeld im Bildungsurlaub: Körperspracheseminar

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Nachdem wir gerade schon mal da waren und es ja nie verkehrt sein kann, noch etwas dazu zu lernen, haben wir unsere letzten Groschen zusammengekratzt und direkt noch ein Seminar bei Nadine Matthews zum Thema Körpersprache hinten dran gehangen. Sogar das Wetter war einen Ticken besser.


Nach einem Vormittag Theorie über canine Körpersprache haben wir am Nachmittag des ersten Tages versucht mittels unserer menschlichen Körpersprache fremde Hunde zu stoppen.
Das hat richtig Spaß gemacht. Hier seht Ihr mich und Briard Legolas.
Ich steh im Tor, Legolas auf der einen Seite, sein Frauchen steht auf der anderen Seite des Tores und ruft ihren Hund. Meine Aufgabe war es, ihn nicht durchzulassen. Hat auch gut geklappt.


Mensch, der hat mir aber seine hübschen weißen Beißerchen gezeigt, ich bin aber standhaft geblieben. Als ich dann zu seinem Frauchen durchgelassen habe, hat er mir aber noch empört nachgebellt. Recht so!


Herr Bödefeld und seine Schwester Hanny:



Hier wird die Aufgabe schon deutlich schwerer: ich soll den Hund auf freiem Feld stoppen.


Hat auch im dritten Anlauf nicht geklappt :)


Auch Carola hatte bei Bödi keine Schnitte:


Am zweiten Tag ging es unter anderem auch darum, den Hund mittels Körpersprache wegzuschicken oder bei sich zu behalten, Schicken auf Gegenstände oder Leckerli, Verweisen von Gegenständen usw.
Wir haben von diesem Seminar sehr viel mitgenommen, fleißig "Angebote" geübt und hoffen dadurch in unserer Kommunikation eindeutiger und verständlicher für unseren Wuschel zu sein.
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Kommentare:

  1. Hallo Ihr beiden,
    das hört sich super Spannend an und ein wichtiges Thema.
    Wenn wir Menschen mehr über unsere 4 Beiner und deren Körpersprache erlernen,desto weniger Stress und Missverständnisse erleben sie mit uns.
    Hätte ewig zusehen und lesen können.
    Es hat mir sehr gefallen und wünsche Euch weiterhin viel Spass bei der täglichen Umsetzung!
    Schön das das Wetter mitspielte.
    Denn bei Regenwetter oder Eiseskälte machen Seminare ( Outdoor) nicht wirklich Spass.
    Wünsche Euch ein schönes Wochenende!
    herzlichste Grüße,
    Moni nebst ihren Wuschelzwergen ;0)))

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  2. Eines würde ich gerne wissen, war es völlig ausgeschlossen, dass einer gestoppten Briards angreift?

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  3. Ich bin echt beeindruckt von Euerm Seminareifer.
    Schade, dass es hier in der Nähe keine solcher Angebote gibt.
    LG
    violett

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  4. Also ehrlich gesagt sehe ich erstens keinen Sinn darin einen Hund zu stoppen und zweitens hätte ich mich das nicht getraut! Ich glaube nicht, dass ein Mensch einen fremden Hund einfach so stoppen kann, wenn der zu seinem Herrchen/Frauchen will. Jedenfalls würde das bei mir nicht klappen und ein Briard hat soweit ich das beurteilen kann, mindestens einen so dicken Kopf wie ein Hovawart.

    Trotzdem, eine Erfahrung war es sicherlich.

    Schöne Grüße,

    Andra vom Giesenfeld

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  5. Huhu Ihr Lieben,

    ihr hattet ja wahrlich Bildungsurlaub ;-) Körpersprache wird häufig unterschätzt - ich seh's an meinen zwei Chaoten: Ich habe keine Chance, wenn ich zwar ein "Kommando" gebe, körpersprachlich aber signalisiere "och, so wichtig ist das grad nicht". Mit der Körperhaltung von Eurem Foto samt deutlichem "Wage es nicht!!" habe ich mal den bissigen Nachbarshund von unserer damaligen Hündin weggedroht - aber wohl war mir dabei nicht.

    Ob wer Fremdes allerdings Nero rein körpersprachlich, ohne Worte oder Anfassen und gegen seinen Willen stoppen könnte, wage ich zu bezweifeln. Im freien Gelände würde er Haken schlagen, in der Tor-Situation das "Hindernis" auf Biegen und Brechen umrempeln.

    LG, Hanne (von den Halbgoldenen)

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  6. ...das scheint ein tolles Seminar gewesen zu sein. Das Thema Körpersprache ist sehr wichtig auch unter Hunden. Wir haben mal ein ganz interessantes Seminar zu diesem Thema gemacht und zwar nach Turid Ragaas. Sie hat dazu auch Bücher verfasst und Videos gemacht. Ich kann nur JEDEM Hundebesitzer empfehlen sich das durchzulesen. Nach diesem Seminar haben wir plötzlich die Hundwelt in ganz anderen Augen gesehen und es half uns, unseren und andere Vierbeiner besser einschätzen zu können.

    Liebe Grüsse
    Jolanda

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  7. Ich frage deshalb, weil ich mal einen Briardrüden hatte, der auf solche Bedrohungen sehr empfindlich reagierte und dann gezielt nach vorne ging. Und sicher nicht nur verbal und mit fletschen....

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  8. also mal ehrlich ich find diese übung schlimm ! und das nicht nur bei unseren sensiblen aber dennoch auch zum angreifen neigenden briards !!!!
    ich würde auch nicht wollen das jemand fremder meinen hund so bedroht. verstehe den sinn nicht.
    wenn ein fremder meinen hund lockt und ich ihn nur mit körpersprache dran hindere dort hin zulaufen....das macht sinn aber andersrum häääääh !
    habe das auch von einer anderen teilnehmerin schon erzählt bekommen wie es dort ablief, versteh es nicht !

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  9. emil, soviel ich gehört habe hat ein briardrüde angegriffen, mussten diese übung dann abbrechen !

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  10. So, jetzt bin ich wieder zu Hause und beantworte Eure Kommentare:

    Wie man auf den Fotos sehen kannst, war der Briard weder angeleint, noch trug er einen Maulkorb, so dass er natürlich durchaus hätte angreifen können - hat er aber nicht.
    Zusammenfassend haben die Hunde folgendermaßen reagiert:
    Manche Hunde haben sehr empört reagiert, was sie durch lautstarkes Bellen kundgetan haben, haben dann aber Plan B entwickelt und sind den Zaun entlang gelaufen auf der Suche nach einer anderen Öffnung.
    Andere Hunde (zumeist die Quoten-Nicht-Briards) haben sich nach einer Zeit mit ihrem Schicksal abgefunden und gewartet, bis man sie durch lässt.
    Viele Briards waren ganz und gar nicht mit der Trennung von ihren Besitzern einverstanden und haben, den Rückwärtsgang einlegend, defensiv gedroht. Das war es aber auch. Ein Briard hat gedroht und ist auf die "Torwärterin" zugegangen, diese ist unverändert stehen geblieben und nichts ist passiert.
    Kein Briard, kein Rüde und auch keine Hündin und auch kein Hund einer anderen Rasse hat bei dieser oder einer anderen Übung einen Menschen angegriffen, es ist ebenfalls nicht wahr, dass diese oder eine andere Übung abgebrochen wurde.

    Eine Hundehalterin, die ihren Briard ebenso einschätzte wie Birgit ihren Rüden (es geht nicht um Emil) hat sich aus eben diesen Gründen dazu entschlossen, diese Übung nicht mit ihrem Hund zu machen.

    Kann man einen fremden Hund stoppen? Andra glaubt, das geht nicht "einfach so". Stimmt! Einfach so funktioniert das sicher nicht. Es verlangt vom Menschen viel eigenes Körperbewusstsein und Körperbeherrschung, Konzentration und auch Übung. Menschliche Körpersprache, die Hund versteht ist nicht jedem Gott gegeben und muss oftmals ganz, ganz bewusst erlernt werden.
    Ich habe erlebt und bei den anderen gesehen, dass es durchaus funktioniert, fremde Hunde am Durchlaufen dieses Tores zu hindern, auch Briards denen wirklich sehr daran gelegen ist, nicht von ihren Besitzern getrennt zu werden, können gestoppt werden. Es hat nicht immer beim 1. Versuch geklappt, aber nach wenigen Wiederholungen haben es von 16 Paaren mindestens 14 geschafft.
    Das Stoppen auf freiem Feld war direkt viel viel schwerer, gerade weil ich den Hund ja nicht durch Reaktionsvermögen oder Schnelligkeit abfangen oder aufhalten kann, statt dessen will ich durch Körpersprache (nicht durch Körperkraft oder Festhalten oder Wegversperren) dem Hund signalisieren, dass er nicht an mir vorbei darf.

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  11. Über den Sinn oder Unsinn dieser Übung:
    Theoretisch hätte auf der anderen Seite des Tores nicht Herrchen oder Frauchen stehen können, sondern zum Beispiel eine stark befahrene Straße oder eine andere gefährliche Situation, auf die ein Hund zustürmt, z.B. weil ein Reh gerade so verführerisch in eben diese Richtung läuft. Vielleicht möchte ich meinen eigenen oder einen fremden Hund daran hindern, eben diese gefährliche Zone zu betreten.
    Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Bödi auf Körpersprache besser reagiert als auf stimmliche Signale - warum diese Chance nicht nutzen.
    Vielleicht möchte ich aber auch mich oder meinen Hund vor einem fremden Hund schützen?
    Dazu ein Beispiel, leider direkt aus dem Leben gegriffen: Vor zwei Wochen sind wir auf einem Spaziergang einem bissigen Terrier begegnet, Bödi wurde angegriffen, konnte nicht zur Seite ausweichen, vor und zurück war auch schwierieg und der andere Hund greift Bödi immer wieder an. Wir haben uns, um unseren Hund zu schützen, zwischen die beiden gestellt, so gut das denn eben in so einer Situation funktoniert. (Über die Sinnhaftigkeit dieser Aktion können wir an anderer Stelle diskutieren). Das Ende vom Lied scheint klar: Bödis Herrchen wurde von diesem Terrier ins Bein gebissen. Die Versuche der Terrier-Besitzer, ihren Hund zu sich zu holen, waren gerade zu putzig: "Och Pino, nun sei doch nicht so!" (Ist wirklich wahr!) Bödis Herrchen hat sich dann daran erinnert, was er gelernt hat und konnte dieses bissige Ding durch reine Körpersprache daran hindern, an ihm vorbei zu gehen und Bödi erneut anzugreifen.

    Weitere Anmerkungen oder Fragen beantworte ich gerne.
    LG Desiree

    PS:
    Sehr bedenklich finde ich es allerdings, sich über Seminare zu äußern, denen man persönlich gar nicht beiwohnte. Das Internet ist eine wunderbare Plattform um anonym und unerkannt Gerüchte zu streuen. Ich lasse diese Kommentare hier stehen, um sie dieses Mal noch richtig zu stellen. Ihr dürft hier anonym kommentieren, jeder weitere anonyme Kommentar, der nicht der Wahrheit entspricht, wird daher zukünftig von mir gelöscht.

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  12. Hallo,
    gerade habe ich den Post und auch die dazugehörigen Kommentare gelesen. Generell finde ich es gut, wenn ich die Möglichkeit habe, z.B. einen fremden Hund zu stoppen, der sich uns im Freilauf nähert, obwohl wir unseren Hund an der Leine haben. Leider hat es sich noch nicht bei allen Hundehaltern herumgesprochen, daß man respektieren sollte, wenn ein Hund angeleint ist. Aber das ist sicher ein anderes Thema. Insofern verstehe ich auch den Inhalt dieses Seminars. Ob die Übung nun genauso wie geschildert von den jeweiligen HH mitgemacht wird oder nicht, das muß doch jeder selbst entscheiden. Wenn ein Halter einen triftigen Grund hat, diese Übung so nicht mitzumachen, dann kann er es doch lassen. Aber wenn jemand diese Übung mitmacht und auch Erfolg hat und von dem Seminar begeistert ist, dann sollte man das auch respektieren. Nur weil die Ansichten zum Teil unterschiedlich sind...sicherlich auch immer auf den eigenen Hund angepaßt...muß es nicht automatisch immer ein richtig oder falsch geben.
    Ich finde es interessant, wenn von Seminaren oder Kursen berichtet wird. Herrn Bödefeld und seinen Zweibeinern wünsche ich viel Erfolg bei den Übungen und der weiteren Zusammenarbeit.

    Liebe Grüße von 2 B's

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  13. Oh, das klingt sehr interessant, und ja, das Stoppen oder Hindern eines fremden Hundes in eine bestimmte Richtung zu laufen ist durchaus sinnvoll. Ich stand schon zwischen meinem Hund und einem fremden Hund der auf Dixie zugerannt kam, es hat funktioniert, vielleicht war es auch nur Zufall :)
    Auf jeden Fall wäre das eine tolle Übung die man im Verhaltenstest einbauen könnte... ;)

    lg,
    Diana mit Dixie und das A-Team

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  14. ich wollte dein seminar nicht schlecht machen, sorry kam falsch rüber.
    ich hab da halt nur ne andere meinung drüber und verstehe diese übung nicht.
    zu dem hund der angriff ( erhat nicht gebissen ) möchte ich weiter nix sagen weil ich die leutchen nicht outen möchte. hätte das erst garnicht schreiben sollen !
    das ich anonym schreib liegt daran das ich mehrfach ohne erfolg versucht habe hier zu schreiben.
    mal sehen ob es jetzt geklappt hat ?
    lg lotti

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  15. @ Lotti
    Du hast durchaus mit Erfolg kommentiert, ich habe deinen Eintrag von heute morgen allerdings gelöscht und dir auch in einer E-Mail dargelegt warum. Ist scheinbar praktisch und inhaltlich nicht bei dir angekommen, daher hier jetzt noch mal:

    1.) Zu dem Satz: "seminar nicht schlecht machen"
    Du und alle anderen dürft hier gerne kritisch kommentieren, hinterfragen und wegen mir das alles auch für komplett bescheuert halten. Ist ok. Daraus können doch fruchtbare Diskusionen entstehen, ich bin über solche Kommentare weder pikiert, noch wird so etwas hier gelöscht.
    2.) Die Aussage, dass Du hier niemanden outen möchtest, impliziert doch, dass es etwas oder jemanden gegeben hat, dass man outen könnte. Zudem behauptest Du damit indirekt, ich würde hier einen Angriff verschweigen. Der Knüller ist ja, dass Du an deiner Behauptung fest hälst, obwohl du persönlich gar nicht anwesend warst und das ganze nur vom Hören-Sagen kennst.
    Ich wollte die ganze Sache eigentlich gar nicht so aufblasen, aber mir rollen sich echt die Zehennägel hoch, wenn über Dritte, die sich dazu nicht äußern können, solche Unwahrheiten verbreiten werden.

    @ Diana
    Das ist eine interessante Idee :)
    Ich hätte diese Übung auch nicht mit den Briards von vor 20 Jahren gerne machen wollen. Mein Erfahrungsschatz ist natürlich allein schon durch mein Alter sehr begrenzt, aber durch das, was Züchter mir erzählt haben oder anhand der Berichte von K. Wimmer-Kiekbusch in ihrem Briard-Buch stell ich hier mal die These auf: Briards besaßen damals noch ein ganz anderes Kaliber und waren weiter von dem Familienfreundlichen Hund entfernt, den wir heute in den meisten Linien finden. Natürlich gab es heute wie damals auch genau gegenteilige Hunde, aber ich könnte mir denken, dass damals die Hunde heftiger reagiert hätten als mit empörtem Bellen oder defensivem Drohen.
    Das stell ich mal so als These in den Raum, kann völlig aus der Luft gegriffen sein.
    LG Desiree

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  16. man habt ihr viel zeit!
    beschäftigt euch doch besser mit euren hunden, als was in einem seminar positiv oder negativ war. dann andere angreifen und texte löschen die man nicht hören will.
    das seminar vergleiche ich wie unsere jährlich weihnachtsfeier, da wusste am montag jeder wer was getrunken hat oder mit wem der eine oder andere ins bett gegangen ist. liebe emma, besser wäre es du würdes alles löschen was mit diesem seminar zu tun hatte.

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  17. ruhig blut, Anna, es wird schon wieder, ein paar backpflaumen helfen da hervorragend! ..und zeit ist immer noch relativ :)

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