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Dienstag, 8. Januar 2013

Herr Bödefeld über Geheimnisse, Gerten, Mäuschen und Weihnachtsbäume

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Herr Bödefeld ist ein Geheimnisträger
Wer unsere Blogeinträge rund ums Wandern ein wenig mitverfolgt, der weiß, dass wir drei gerne neue Wege ausprobieren. Aber nicht nur am Wochenende sind wir wandertechnisch unterwegs, auch in der Woche verfahre ich so manchen Kilometer auf der Suche nach neuen Spaziergangsstrecken durch das Bergische Land.
Und diese Wanderparkplätze die wir meistens ansteuern sind scheinbar beliebte Treffpunkte für heimliche Affären! Das kann Bödi kaum noch an seinen Pfoten abzählen, so vielen heimlichen Treffen haben wir schon unabsichtlich beigewohnt. Herr Bödi stellt fest: Wanderparkplätze sind beliebte Treffpunkte für Fremdgänger so zwischen 40 und Mitte 60. Also mir wäre das mit meinen Ende 20 schon zu blöd, sich auf einem Parkplatz zu treffen, in deren Alter würde ich mir die Mühe erst recht nicht mehr machen. :)

Unser liebstes Pärchen trifft sich auf einem Wanderparplatz, den wir im Sommer gerne mit der Hundegruppe als Übungsplatz benutzen. Herrlich, was wir da schon beobachten konnten. Beziehungstechnische Hoch und Tiefs komprimiert auf 1,5 Stunden: erst überschwengliche Begrüßung, dann Austausch verliebter Blicke und Liebesschwüre, nach spätestens 30 Minuten ging das dann nahtlos in den ersten Streit über, nachdem dann jeder in seinem eigenen Auto schmollend hinterm Steuer saß und seine Frustzigarette rauchte, daraufhin wieder Versöhnung und das Spiel ging wieder von vorne los. Hörrlich.

Herr Bödefeld wundert sich über Gerten in der Hundeerziehung
Habe ich schon wieder den neuensten Trend verpasst oder warum habe ich im vergangenen Jahr so viele Hundehalter mit einer Gerte in der Hand gesehen??!!
Bei einer Frau mit einem riesigen Hovawart dient das wohl der Leinenführigkeit, sie hielt die Gerte während des Gehens vor den Hundekopf, wohl nach dem Motto "bleib immer hinter der Gerte", andere Hundebesitzer tippen damit ihre Hunde an der Flanke an.
Wollen wir hoffen, das sind die einzigen Verwendungsweisen für die Gerten...

Herr Bödefeld und Ommas Weihnachtsbaum
Ich weiß es nicht, ob ich die Story hier schon einmal berichtet habe, ich muss aber auf Nummer sicher gehen! Das ist nämlich eine ausgezeichnete Episode um darzustellen, dass ich (nach Meinung meiner Mutter) zur Hundeerziehung vollständig ungeeignet bin:
Weihnachten 2011 (Herr Bö ist zu diesem Zeitpunkt 2,5 Jahre alt): Bödi kommt in Ommas Wohnzimmer, steuert zielstrebig den geschmückten Weihnachtsbaum an, hebt das Hinterbein und pieselt los, was das Zeug hält. Er hat den Baum nicht nur markiert, er hat einen amtlichen gelben Teich auf dem Parkett hinterlassen. In meiner Eigenschaft als Hundehalterin fühlte ich mich zwar genötigt, maßregelnd einzuschreiten, mehr als ein ersticktes "neeeeiin" war aber nicht drin, stattdessen habe ich mich vor Lachen auf dem Boden gekugelt (weit genug entfernt, von der sich ausbreitenden Überschwemmung).
Während ich also schreuend vor Lachen um Atem ringe, zieht meine Oma nur die Augenbrauen hoch und meine Mutter kriegt einen Schreikrampf.
Was da ihn den Wuschel gefahren ist, frag ich mich noch heute. Er hat weder vorher, noch nachher je in der Wohnung gepieselt. Allerdings markiert er im Wald gerne frisch geschlagene Tannen, vielleicht hat ihn der Geruch animiert. :)


Herr Bödefeld wäre so gerne ein Mäuschenjäger
leider (aus seiner Sicht) stellt er sich dabei nicht unbedingt geschickt an. Stundenlang kann er Wiesen abschnüffeln auf der Suche nach bewohnten Wühlmaushöhlen. Er saugt ihn den Sauerstoff ab, er versucht (wenn ich nicht hinsehe) sie auszubuddeln und wenn gar nichts mehr funktioniert, legt er sich vor das Loch und versucht die Mäuse durch Gedankenkontrolle herauszustarren.
Verlässt aber tatsächlich mal eine Maus ihr Loch, merkt er das gar nicht mal! Nie!
Ebenfalls im vergangenen Winter hat sich dann folgende Begebenheit ereignet:
Wir treffen uns an einem knackig kalten Abend mit der Hundegruppe. Es sind noch nicht alle da und Bödi sitzt wartend auf einer Wiese. Plötzlich kommt ein kleines Mäuschen angetippelt, läuft zu Bödi und kuschelt sich unter sein Bauchfell. Bödi merkt mal wieder gar nix - noch nicht mal seine neue Untermieterin. Die Maus allerdings, aufgeschreckt durch die vielen "Ahhhs", "Ohhhs" und "Wie süüüüß" der umstehenden Hundehalterinnen, fühlt sich in ihrem warmen Versteck nicht länger sicher und ergreift die Flucht. Bödi, ebenfalls durch unsere Entzückungslaute alarmiert, steht auf und .... tritt volle Möhre auf die arme Maus drauf! Unabsichtlich und natürlich ohne zu bemerken, dass er eine Maus unter der Pfote hat. Als er dann die Pfote wieder anhebt und die Maus Gott sei Dank unverletzt die Flucht ergreift, ist Bödi so erschrocken vom Anblick der kleinen Maus, dass er erst mal einen Meter zurück springt.



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Samstag, 1. Dezember 2012

Herr Bödefeld und der Jahresrückblick 2012

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Mit Bedauern habe ich festgestellt, dass ich 2012 hier so wenig wie noch nie gepostet habe.
Dabei war 2012 für uns und für Herrn Bödefeld total schön. Keine Katastrophen, keine schweren Krankheiten, weder bei Mensch noch Hund; wir haben viele schöne Momente zusammen erlebt und haben kein wenig Grund zum Klagen.

Bödi und seine Hundekumpels

Herr Bödefeld wird (langsam) erwachsen
Wenn wir insgesamt auf das vergangene Jahr zurück schauen, stellen wir mit Erleichterung fest, dass unser Bödchen doch ein wenig "erwachsener" geworden ist. Das heißt z.B. dass er zumindest versucht, sich zurück zu nehmen und nicht jedem seiner, nicht immer von uns gern gesehenen Ideen, sofort und nachdrücklich nachkommen muss. Es fällt Bödi leichter, Grenzen zu akzeptieren und Befehle Signale umzusetzen, auch wenn ihm das gerade nicht in den Kram passt.

Bödi und seine Freundin Ines

Herr Bödefeld und die Rehe
Damit uns aber nicht langweilig wird, hat er sein Jagdinteresse deutlich erhöht. Das bedeutet für ihn und für uns: vermehrtes Training und öfter an die lange Leine, so lange er nicht kapiert, dass nicht jede Wildspur es wert ist, umgehend verfolgt zu werden. Die heimische Fauna macht uns das nicht gerade leicht. Wie ich immer sage: kaum verlässt man das Haus, tritt man auch schon auf das erste Reh. er Wildbestand rund um unseren Ort ist - in meinen Augen - wirklich eine Plage. Es vergeht kein Spaziergang, bei dem wir nicht eine fast 2 stellige Anzahl an Rehen treffen. In den letzten Tagen ist auch wieder das wilde Rudel Muffel-Wild bei uns "hinterm Haus" und die kennen ja keine Scheu vor gar nix.

Das wettermäßig schlechte Frühjahr hat übrigens zu einem enormen Anstieg der Wildpopulation geführt, denn durch die späte Heuernte waren viele Rehkitze schon so weit entwickelt, dass sie nicht vom Mähdrescher getötet wurden. Die Jäger hingegen sehen das natürlich ganz anders, laut Radio Berg habe sich der Wildbestand hier im Bergischen nicht verändert. Die Pächterin des Jagdreviers, in dem wir leben behauptet angeblich sogar, es sei eine schlechte Pacht, da es hier kaum Rehe gebe. Kein Wunder liebe Jäger da draußen, ich seh euch auch immer nur mit dem Auto durch den Wald heizen, am liebsten würden Ihr doch aus dem Jeep raus auf das Wild feuern. Da würde ich als Bambi auch die Biege machen. Aber nun genug davon, man sieht: ich bin genervt vom Thema Rehe :)

Bödi hat Witterung aufgenommen!

Herr Bödefeld im Fußball-Europameisterschafts-Bootcamp
Unser kleiner (höhö) Bödibär ist ja nicht gerade bekannt dafür, nervenstark und besonders souverän zu sein, aber auch hier hat er gute Fortschritte gemacht. So manches Training hat Wirkung gezeigt und ein bißchen mehr Lebenserfahrung tut wohl auch ihr übriges.

Was Bödi gar gar gar nicht mag ist von Menschen verursachter Krach. Damit meine ich: lautes Schreien, Pfiffe, Klatschen usw. Ich weiß, dass Bödi im wilden Weidenwald super sozialisiert worden ist. Bei Happels ist immer was los, jede Menge Besuch, ob groß oder klein lernen die Welpen kennen und sie bekommen in den ersten 8 Lebenswochen alles an Reizen geboten, was man sich so denken kann. In den darauf folgenden 8 Wochen haben wir mit Bödi bei meiner Großfamilie gewohnt, wo auch noch viel Trubel und Action herrschte. Aber seitdem leben wir drei zusammen in einer recht abgelegenen Gegend, damals noch mit wenig Nachbarn und wenig, ich nenn' es jetzt mal "Umweltstress", halt ein beschauliches Landei-Leben. Bödis Herrchen und ich haben keine Kinder und auch sonst gehen wir nicht in einem temperamentvollen Tonfall miteinander um. Das ist meine Theorie, warum Bödi eher die leiseren Töne mag und auf laute Menschen einfach nicht so gut klar kommt.

Da wir hier aber nicht in einer Seifenblase leben, muss Hund auch mit schreienden Menschen zurecht kommen, ohne gleich in einen hysterischen Bell-Anfall zu verfallen. Und jetzt komm ich endlich zum eigentlichen Thema: diesen Sommer bot sich uns die ideale Gelegenheit, Bödi unter von uns kontrollierbaren Gegebenheiten an "Menschenlärm" zu gewöhnen:

Die Fußball-Europameisterschaft und die Nachbarschaft trifft sich zum Rudelgucken bei uns auf der Veranda!
Unsere Nachbarschaft, seit unserem Einzug hier, gar nicht mehr so klein, ist fast vollständig 1. FC Köln-  Fußballverrückt und lebt das auch leidenschaftlich, laut und ausdrucksstark aus. Genau das, was wir gebraucht haben!

Das erste Spiel verlief wie nicht anders zu erwarten: Bei jedem Tor oder jeder aufregenden Szene brüllte Herr Bödi los und wollte am liebsten die lautesten Fans maßregelnd anspringen.
Lange Rede kurzer Sinn: drei Wochen lang haben wir Bödi fast täglich mit Leckerli vollgestopft belohnt, wenn es irgendwie laut wurde, sei es beim Torjubel für deutsche Tore, bei Schmerzenslauten und seelischen Qualen bei deutschen Gegentoren oder wenn Schiri und Kommentator sowieso von nix ne Ahnung hatten.

Das Bödelchen lernte schnell und schon beim zweiten Spiel sprang er zwar in aufregenden Szenen auf, aber lediglich um erwartungsfroh bei mir seine Leckerli zu kassieren. Gegen Ende der Europameisterschaft hat Bödi der ganze Krach gar nicht mehr interessiert und er lag schlafend in einer Ecke und war nur froh, wenn ich ihn mit Belohnungshappen in Ruhe gelassen habe. Ansonsten fand er das Turnier glaub ich ganz toll, nach den Spielen lag er höchst zufrieden zwischen den vielen, vielen Beinen. Mitten drin statt nur dabei: ein Briard ist erst dann richtig zufrieden, wen jeder aufpassen muss, dass er nicht auf irgendein Hundekörperteil tritt, weil ein Bödi sich mitten in der Menge einfach am wohlsten fühlt.

Was wir bei dieser Gelegenheit auch trainiert haben ist das Mitgehen mit "Fremden". Bödi geht mit anderen Menschen nicht spazieren, noch nicht einmal mit meinen oder Thorstens Eltern, die nach uns seine engsten Bezugspersonen sind. Als er noch jünger war, ist er noch eher mal auf einen ganzen Spaziergang mitgegangen. Heute reichen ihm 50 Meter und 1 x Pinkeln, danach bewegt er sich keinen Meter weiter. Immerhin hat das Training ergeben, dass auch meine Nachbarin mit ihm vor die Türe gehen kann. Zumindest bis Bödi sich gelöst hat, war er mit seinem Geschäft fertig und sollte danach trotzdem noch weiter mitgehen, hat er sich aus dem Halsband gewunden und ist zurück nach Hause gelaufen, wo Frauchen und Herrchen nicht den Anfang der zweiten Halbzeit verpassen wollten.

Das ist also etwas, was ich auf jeden Fall mit unserem nächsten Hund von klein auf viel intensiver trainieren würde: das Spazierengehen mit anderen Leuten!!!


Herr Bödefeld und das ehemals leidige Thema: Fressen
Die Erfahrung hat uns also gelehrt: Gut Ding will Weile haben und bei einem Bödi lohnt sich ein langer Atem erst Recht.
Was hat uns Bödis Fressverhalten in den letzten Jahren für Nerven gekostet. Er wollte selten und wenn, dann wenig fressen, das was er gefuttert hat, hat er nicht vertragen und Bestätigung über Futter hat ihn auch nie sonderlich interessiert.

Heute frisst er meistens gut und vor allem regelmäßig. Was habe ich mich früher aufgeregt, wenn er tagelang sein Futter verweigert hat. Mit 3 1/2 Jahren frisst er endlich täglich, inklusive der ehemals ungeliebten Gemüseration im Futter, er findet Belohnungsleckerli gut und wartet sogar manchmal abends auf sein Futter. Das kannte ich ja so gar nicht bislang: ein Hund der in der Küche herumlungert und mich dabei beobachtet, was ich da so fabriziere - könnte ja etwas für ihn sein.

Jede Medaille hat ja so zwei Seiten: Früher konnte man Leckerli überall herumliegen lassen, alleine ist Bödi da nie dran gegangen. Heute verschwindet sowas spurlos. Erst neulich beim Bürsten des Hundes: es klingelt an der Türe, ich verlasse den Raum und als ich nur zwei Minuten später wieder komme ist die Belohnungstüte für gutes Betragen beim Unterwolle-Rauskämmen leer. Unfassbar, wenn wir nicht aufpassen, wird aus dem ja noch ein ganz normaler Hund!

Das soll es für erste Mal gewesen sein. Vielleicht folgt die Tage noch ein weiterer Teil des Jahresrückblicks 2012. Stay tuned!



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Herr Bödefeld am 01.12.2012

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Wenn Bödi Körperkontakt sucht, dann sehen wir in den meisten Fällen nur sein Hinterteil! Ich habe das ja lange nur für einer seiner Eigenarten gehalten, aber es gibt sogar ein Fachwort dafür.

Ich zitiere aus dem wunderbaren Buch Hundeverhalten von Barbara Handelmann:
"Der Hüftschieber ist eine freundliche Begrüßung. Hunde drehen dabei anderen Hunden oder Menschen ihr Hinterteil zu und schieben oder drücken es gegen den Körper des anderen. Manchmal kann dieses Verhalten sehr enthusiastisch wirken."

Den Hüftschieber bitte nicht verwechseln mit dem Hüftrempler, der von Hunden im Spiel oder im echten Kampf gezeigt wird.

Freundliche Begrüßung: jaja. Ich bin der Meinung Bödi möchte schlichtweg seinen Hintern gekrault kriegen. Da hat er es nämlich am liebsten :) Es vergeht kein menschlicher Streichelversuch, bei dem er einem nicht nach spätestens 2 Sekunden seinen Arsch Allerwertesten entgegenstreckt.

Wie ist das denn so bei Euren Hunden? Wo ist das Kraulen am schönsten?

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Mittwoch, 24. Oktober 2012

Herr Bödefeld im Herbst 2012

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*Herr Bödefeld und der Sonnenuntergang
Das Bödelchen scheint sich nicht so recht an das frühe Dunkelwerden gewöhnen zu können.
In der Regel bekommt er zwischen 7 und 8 etwas zu futtern. Wenn er dann seinen Napf geleert hat, zum Fenster schaut und feststellt, dass es draußen bereits dunkel ist, bedeutet das für ihn: Zeit um ins Bett zu gehen.

Wie oft habe ich ihn neuerdings abends gesucht und mutterseelenallein im Schlafzimmer gefunden. Dunkelheit = Schlafenszeit...na der wird sich noch wundern, wenn es schon bald bereits nachmittags zappenduster ist.



* Herr Bödefeld und der blutige Unfall
Bödi, sein Herrchen und ich spielen Frisbee. Ich bin dran mit werfen und die Scheibe rollt Thorsten vor die Füße, der hat die nackte Panik schon in den Augen, denn er weiß ganz genau: Bödi ist eine Dampfwalze und er macht keine Verluste.

Bödi kommt also angestürmt, Thorsten hebt einen Fuß hoch, um den nahenden Zusammenstoß zu vermeiden und Bödi knallt mit voller Wucht vor den Fuß (Hauptsache er hat die Frisbee ergattert!!). Der Wumms war so heftig dass Bödi mit dem Knochenteil am Rand der Augenhöhle die Metallösen von Thorstens Wanderschuhen so zusammengedrückt hat, dass die Schnürsenkel sich nicht mehr haben bewegen lassen und Bödi eine blutige Platzwunde davon getragen hat.

Zuerst haben wir gar nichts gemerkt, Bödi ist stolz wie Oskar mit der Frisbee über die Wiese gelaufen, bis er sich plötzlich immer wieder mit der Vorderpfote an den Kopf geschlagen und  sich danach wild im Gras gewälzt hat. Aber der Bödimann hat noch mal Glück gehabt. Das Auge war nicht betroffen, er hat zwar die Haare an dieser Stelle vorerst verloren, aber die Wunde ist super schnell schön verheilt.
Thorsten schiebt die fixe Heilung auf das gute Heilfleisch von Hunden generell, ich hingegen schwöre auf unsere Superduper-Wundsalbe L-Mesitran.

* Herr Bödefeld ist ein Froschgegner
Ich weiß auch nicht, wo der Fimmel urplötzlich aufgetaucht ist, aber Bödi kann es nicht mehr ertragen, wenn man das Wort "Frosch" ausspricht. Kein Witz. Der hat sie nicht mehr alle. Der tickt nicht ganz richtig. Der hat nicht mehr alle Näpfe im Schrank.

Neulich beim TV schauen. Irgendjemand hat im Fernsehen einen Frosch in der Hand. Ich frage T. warum dieser jemand einen Frosch in der Hand hat. Ich habe also weder mit Bödi gesprochen noch habe ich mit Nachdruck gerufen: OHHHH EIN FROSCH!!!.Stattdessen habe ich das Wort in einem ganzen Satz verwendet, der noch nicht mal an den Hund gerichtet war. Dennoch ist es passiert:

Herr Bödefeld rastet total aus. Und das meine ich so, wie ich es schreibe. Aus-ge-flippt. Er ist rasend (vor Wut, würden wir Menschen behaupten) durch das Wohnzimmer gerannt, hat mit wildem, starren Blick aus dem Fenster gestiert und mit zitternder Unterlippe böse gebellt/geknurrt. Seitdem ist das böse F-Wort ein Tabu, wenn man keinen hündischen Wutanfall provozieren will.

Ich lass das jetzt mal so hier stehen, mehr fällt mir dazu auch nicht mehr ein. :)



* Herr Bödefeld der Farbwechsler

Also, das was ich jetzt schreibe, das bleibt unter uns ja?! Kein Wort zu Bödis Herrchen, der darf davon nichts mitkriegen, also psssttt!

Bödis Herrchen, der sagt nämlich immer, dass es §%&%§egal ist, welche Fellfarbe unser Hund hat und damit ist das Gespräch beendet, aber hier kann ich ja darüber schreiben, gell.

Dass Briards im Jugendalter in die Eisbärphase kommen und ihr Fell deutlich heller wird, das ist mir bekannt. Aber ist es auch normal, wenn die zwei Mal heller werden???!!!
Das Bödchen ist im vergangenen Jahr schon heller geworden, lange nicht so hell oder fast weiß wie andere Briards, auch nicht so hell, wie das auf den Bildern von Dezember 2011 auf der rechten Seitenleiste  erscheinen mag, aber auch er wurde blonder.

Im Frühjahr / Sommer diesen Jahres hat er wieder ein tolles fauve bekommen (was ich ja mal hier zeigen könnte, wenn ich nicht mit dem letzten Blogeintrag im April hängen geblieben wäre - ich hab einfach so wenig Zeit, sorry). Jetzt hat Bödi einen weißen Nacken, zwischen den Schulterblättern wird er auch langsam weiß, dazwischen wachsen vereinzelt viele peschschwarze Deckhaare .... was hat der denn vor? So hell ist er noch nie gewesen, das brauch er jetzt auch nicht mehr nachholen!

Seine Rute trägt Herr Bö neuerdings übrigens auch anders als früher. Euphemistisch ausgedrückt könnte man das so beschreiben: "sehr, sehr fröhlich getragen", man könnte es aber auch eine gekringelte Posthornrute nennen, vielleicht auch Kringelschwänzchen wie ein Ferkel.

Der Schlawiner hat bestimmt mitangehört, wie ich mal laut überlegt habe, ihn evt. diesen Sommer doch noch mal auf einer Outdoor-Ausstellung zu zeigen. Hätte er sich sparen können, wir waren nämlich immer genau zu Ausstellungswochenenden auf Hochzeiten eingeladen und der Plan hatte sich von alleine erledigt.

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Donnerstag, 23. August 2012

Herr Bödefeld und der Sommer 2012

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Herr Bödefeld weiß immer ganz genau was er will und obwohl er sehr anpassungsfähig ist, flexibel in seinem Zeitmanagement, weder für Spaziergänge noch zur Futteraufnahme feste Zeiten einfordert, so hat er doch eine ziemlich genaue Vorstellung vom Ablauf mancher Ereignisse:

Morgens vor der Arbeit gehen wir erst mal eine Stunde Spazieren und wenn wir davon wieder kommen, möchte Herr Bödefeld:
*beim ersten Haus in der Straße auf der kühlen Bruchsteintreppe vor dem Hauseingang liegen, um seinen Unterboden abzukühlen. Bödi aufzufordern, aufzustehen, um die letzten Meter nach Hause zu gehen ist meistens zwecklos. Wenn Bödi großes Glück hat, ist auch der zum Haus zugehörige Nachbar zu Hause, der dann den Wasserschlauch auspackt und Bödi einen kleinen Privatbach auf die Pflastersteinen zaubert. Aber bitte nur den Boden zur Wasseraufnahme befeuchten, Bödi selber möchte nicht abgeduscht werden!

* ein Haus weiter hält Bödi sich gar nicht erst im Vorgarten auf, sondern rast direkt um das Haus herum in den hinteren Garten, weil er weiß, dass dort immer eine Schale Wasser für ihn bereit steht. Unser Brunnenwasser findet Bödi nämlich Bäh, das Brunnenwasser von Nachbarfamilie Nr. 2 schmeckt viel  besser. Wie gut Bödi Nachbarn Nr. 2 im Griff hat, habe ich am Sonntag Morgen bemerkt. Bödi rast um's Haus herum, ich hinterher. Dort finden wir die Nachbarn beim Frühstück auf der Terrasse, aber oh weh oh schreck: die Schüssel ist leer. Eilig wie der Wind springt der Nachbar auf, um Bödis Schüssel zu befüllen. Das nenn ich mal guten Service (oder ausgezeichnete Erziehung)! Leider hat er bei seinem überstürzten  Aufbruch auch sein Brötchen unbeaufsichtigt gelassen. Ich konnte Bödi gerade davon abhalten, sich das als Vorspeise einzuverleiben!

* Nachdem der feine Herr sich also bei Haus Nr. 1 abgekühlt und hinter Haus Nr. 2 gestärkt hat, fordert er im Vorgarten von Nachbarfamilie Nr. 3 Gesellschaft und evt. eine kraulende Hand ein (aber auch eine Wasserration, die sogar in der guten Tupperware-Schüssel serviert wird, schlägt er nicht aus, denn zu Hause ist das Wasser ja immer noch bäh). Vor Haus Nr. 3 ist der Rasen immer akurat gestutzt, dort lässt es sich morgens im Schatten hervorragend wälzen & grunzen. Und außerdem hat er dort schon zu zahlreichen Gelegenheiten in geselliger Runde unterm Tisch gelegen. Gesellschaft ist immer gut. Erst Recht seit der Fußball-Europameisterschaft, aber dazu mehr in einem anderen Blogeintrag. Vielleicht kommt ja jemand raus und krault ihn, könnte doch sein. Besser mal abwarten.

Kein Wunder, dass mein Gegenangebot, mit zur Arbeit zu kommen, bei weitem nicht so attraktiv ist und ich somit jeden Morgen Bödi fast aus dem Vorgarten die letzten Meter bis zu unserer Haustüre schleifen muss.


Meine Omma sagt immer, Bödi is inn verwennter Hunk. Seh ich ja mal gar nicht so, wo wird der denn  bitte schön verwöhnt. Dass ich ihm in dieser Affenhitze selbstverständlich auch ein Eis aus der Eisdiele mitbringe hat nichts mit verwöhnen zu tun, sondern ist ja quasi Tierschutz. Und natürlich ist Herr Bö ein großer Hund, da sind drei Kugeln nicht nur in höchsten Maße angemessen, sondern fast schon zu wenig. Verwöhnt...pah, also bitte!!


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Dienstag, 21. August 2012

Herr Bödefeld und die Sommergewitter

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Oder: warum ich fast aus dem Bett geschmissen wurde, damit der Hund darin Platz hat....


Also mit einem Bödelchen wird es ja niemals nie langweilig. Neu im Programm: Angst vor Gewitter - und das in seinem 4. Lebensjahr!

Früher waren Gewitter nie ein Problem - ich weiß nicht woran es auf einmal liegt. Vielleicht sind das noch die Nachwirkungen des üblen Hagel-Gewitters aus dem letzten Jahr.
Damals wurde das arme Bödemobil ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Gott sei Dank waren Bödi und ich damals nicht draußen unterwegs: die Hagel-Eier waren ziemlich groß und es hat sich während des Gewitters angehört, als würde das Haus von allen Seiten mit Maschinengewehren beschossen. Seitdem ist Bödi leider ebenfalls nicht mehr schussfest, was in einem wildreichen Gebiet wie hier immer von Vorteil ist.


Gewitter hatten wir diesen Sommer bereits mehr als genug, der arme Kerl reagiert darauf mit herzzereißendem Wimmern und Mieken, was wir so gar nicht gewohnt sind, denn üblicherweise intoniert Herr Bö jegliche heftige Gefühlsregung, egal ob positiv oder negativ, Freude oder Frust, mit lautstarkem Gebell.

Was habe ich nicht alles versucht, um ihn von den Gewittergeräuschen abzulenken, wirklich helfen tut da nicht viel. Als ich einmal nicht mehr weiter wusste, habe ich Musik aufgedreht und die Songs super laut mit geschmettert. Haha - meinen Gesang fand er wohl dann noch schlimmer als das Gewitter.Immerhin hat es ihn abgelenkt.


Man merkt übrigens daran, wie unglaublich gebildet unser Hund ist, dass er bei Gewitter immer in's Auto möchte, sogar wenn wir uns bereits im Haus aufhalten. Der Faradaysche Käfig scheint ihm also ein Begriff zu sein, vielleicht ist das aber auch ein altes Familienwissen im wilden Weidenwald, denn erst kürzlich hab ich gelesen, dass Tante CousCous auch um die Eigenschaften eines Autos bei Gewitter weiß!

Was auch ganz gut geht: Sofa ausklappen, wir alle drei kuscheln dort zusammen und schauen DVD, das hat ebenfalls einen gewissen Beruhigungsfaktor für den Hund, wenn ich aber geahnt hätte, auf welche Ideen das Bödis Herrchen bringt, hätte ich das tunlichst unterbunden!!!


Neulich Nacht: dem heißesten Tag des Jahres folgte die heißeste Nacht des Jahres und leider dazu noch ein Gewitter. Alle schlafen. Alle? Nein, ein gallisch stämmiger Wuschelhund kann bei Gewitter nicht schlafen, jammert wie verrückt, hechelt noch verrückter und sein Herzschlag liegt bei jenseits von gut und böse. Da hielt ein hier nicht namentlich genannter Mann es für notwendig, den Hund ins Bett zu holen. Unser Bett ist nicht besonders breit, weshalb ich fast auf der anderen Seite wieder raus gefallen wäre. (Die Frage: der Hund oder ich? werde ich also tunlichst nicht stellen, das könnte übel für mich enden.... :) ) Es war toll. Nicht.
Eine Affenhitze und zwischen uns liegt eine plüschige Heizdecke! Als das Gewitter vorbei war und Herr Bö zu dem Entschluss kam, dass es AUF mir statt neben mir NOCH bequemer sein könnte, habe ich ihn  dann raus geschmissen.
Sie lasen eine Episode aus dem bemitleidenswerten Leben einer von Mann und Hund unterdrückten Hundehalterin.


PS: Bei einem der letzten Gewitter hat es in unserem Haushalt einige Schäden gegeben, unter anderem z.B. die Telefonleitung, das Telefon, den Router, die Netzwerkkarte, der Splitter, den NTBA usw. usw. irgendetwas behindert hier immer regelmäßige Blogeinträge...

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Freitag, 16. Dezember 2011

Herr Bödefeld am 16. Dezember 2011

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clash of the titans

Onkel Bödi und ich waren heute schon abenteuerlustig. Nach dem Schneesturm heute morgen wurde das anschließende Unwetter mit Regen und Hagel nun offiziell von einem Orkan abgelöst. Wir haben das Long-Mot eingepackt, Wald und Bäume gemieden und uns auf einer großen Weide einen Platz zum Spielen ausgesucht, von dem wir gehofft haben, dass uns nichts auf den Kopf kracht.

Wow, jetzt kann ich das Sprichwort "sich den Kopf frei pusten lassen" gut verstehen: wir hatten eine Menge Spaß im Sturm. Da wir aber fast weg gepustet wurden, gibt es davon keine Bilder, sondern statt dessen heute ein Foto aus der Konserve.

Bödi ist heute übrigens nicht besonders beliebt bei uns. So hat er doch in den letzten drei Tagen ein merkwürdiges Schlafverhalten an den Tag gelegt. Ganz untypischerweise hat er bereits am Abend mehrere Stunden tief und fest geratzt, nur um dann um 3 Uhr morgens topfit zu sein, Unmengen unerwünschter Küsse zu verteilen und allen Kund zu tun, dass er jetzt für alle Schandtaten bereit sei. Moahhhh. Is klar, dass er dafür morgens, wenn wir aufstehen, wieder ins Koma gefallen ist und noch nicht mal für eine schnelle Pipi-Runde aufstehen wollte. Als ich dann vormittags (!) vom Einkaufen wieder zurück gekommen bin, hatte er auch nur ein kurzes Kopf-Anheben für mich übrig. (erwähnte ich schon mal, dass der eine Blase wie ein Pferd hat?! Muss so sein!)

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Dienstag, 18. Oktober 2011

Herr Bödefeld und die Mäuschen

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Wenn man eine Top-3-Liste der wichtigsten Dinge in Bödis Leben aufstellen würde, wäre bestimmt das lange Ausschlafen am Sonntag mit Herrchen dabei (am liebsten bis in den frühen Nachmittag; ich sags Euch, der Hund hat eine Blase wie ein Pferd), ebenfalls auf der Liste wären die letzten Flitzerunden am Abend. Jeden Abend gibt Herr Bödefeld auf den Weiden hier noch mal so richtig Gas und fegt über die Wiesen, als sei der Teufel hinter ihm her. Wenn dieser Punkt der Abendgestaltung nicht erledigt ist, ist Bödi mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Was aber auf gar keinen Fall bei dieser Aufzählung fehlen darf sind Mäuschen! Bödi liebt es Mäuschen zu jagen. Meines Wissens war seine Suche noch nie von Erfolg gekrönt, aber das scheint den feinen Herr nicht zu stören.


Da die Mäuschen selten über die Wiesen laufen und sich eher unter der Erde aufhalten, gibt es für einen Bödi kaum etwas wichtigeres als diese Biester auszubuddeln, wobei er aber in einen Interessenskonflikt mit mir gerät! Ich bin nämlich total froh, dass unsere Nachbarn nichts dagegen haben, wenn wir auf ihren Weiden trainieren, Frisbee spielen etc, groß angelegte Tunnelprojekte des Herrn Bödefelds vom wilden Weidenwald dürften den nachbarschaftlichen Frieden allerdings erheblich stören, weshalb Bödi Buddelverbot hat.


Und damit kommen wir zu seinem schauspielerischen Talent. Bödi hält sich durchaus an das Buddelverbot, allerdings nur exakt so lange, wie ich es auch mit eigenen Augen überprüfen kann. Kaum wähnt sich dieser Hund unbeobachtet, dann legt er auch schon los. Drehe ich mich wieder zu ihm um, schmeißt er sich dann blitzartig auf den Boden und schaut aus, als könne ihn kein Wässerchen trüben. Da soll mal einer ernst bei bleiben. Ich find das ja auch noch (pädagogisch natürlich total unwertvoll) irgendwie sympathisch. Immerhin respektiert er mein Verbot, wenn ich aufmerksam bin, ansonsten gilt bei Bödi scheinbar das Motto: was die nicht weiß, macht sie nicht heiß.


Dennoch hat sich Bödi zwei Alternativhandlungen zum Buddeln überlegt:
Zum einen wäre das das Mäusehervorlocken durch Hypnose: Bödi starrt das Mäuseloch gebannt an und befiehlt den Nagern per Gedankenübertragung endlich raus zu kommen. (Das dachte ich zumindest bis vor kurzem, bis mich ein Eintrag in Briard Emils Blog darauf aufmerksam gemacht hat, was wirklich passiert: Bödi ortet die Mäuschen mit seinen Ohren, er lauscht also, deshalb dieser gebannte Blick + konzentriertes auf die Zunge beißen.)


Bei Methode Nr. 2 handelt es sich um Mäusejagd durch Sauerstoffentzug. Herr Bödefeld legt sich vor das Mäuseloch, steckt seine dicke Knollnase ins Loch und saugt die Luft raus. Je näher sich ein Erdbewohner befindet, desto grunziger werden seine Atemübungen. Ehrlich, ich könnte mich wegschmeißen vor lachen.


Benebelt durch mangelnde Sauerstoffzufuhr verlässt die eine oder andere Wühlmaus vielleicht auch mal ihren Bau und dann wird der Mäuselsprung eingesetzt.


Noch besser kommt der Mäuselsprung ganz unvermittelt bei Spaziergängen in Hohlwegen oder ähnlichem, wenn der Hund völlig unvermittelt mit beiden Vorderbeinen voran springt und seinen Kopf in die Böschung rammt. Zu komisch! Leute, ich möchte nicht mehr ohne Hund sein. Bödi ist wirklich öfter als selten eine Herausforderung, aber ich möchte nie mehr diesen Spaß und die Freude vermissen, die dieser Clown in unser Leben gebracht hat. Amen.


Diese Grazie! Dieser Anmut!


Herr Bödefeld kann warten:


Ganz konzentriert bei der Sache:


Um noch mal auf das Buddeln und meine Unfähigkeit zur konsequenten Hundehaltung zurück zu kommen: Ich finde Bödi gewitztes Vorgehen so putzig (immerhin lässt er mich im Glauben, er würde auf mich hören und buddelt nur, wenn er denkt ich krieg das nicht mit), dass ich mich selber schon mal dabei erwischt habe, dass ich mich absichtlich umgedreht habe, damit er mit Wonne einer Maus hinterherbuddeln kann.




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Donnerstag, 6. Oktober 2011

Herr Bödefeld wandert im Bergischen Land: Von der Lingesetalsperre zum Brucher Stausee

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Eigentlich eine schöne 11,5 km lange Runde, besonders für wasserfreudige Hunde, wenn nicht die vielen Straßen wären.

Bei mittelprächtigem Wetter laufen wir an der Lingesetalsperre los und sofort zeigt sich mal wieder, dass Herr Bödefeld ein Hund der Extreme ist: heiß oder kalt, rechts oder links, hop oder top - dazwischen kennt der nix.


Bei einer näheren Untersuchung dieses schwimmenden Steges ist Bödi an einer der hohlen Kanister gekommen und das Geräusch hat ihn total verschreckt. Herr Bödefeld hat das Weite gesucht und wollte mit diesem schwarzen Ungeheuer nichts mehr zu tun haben. So panisch er in diesem Moment auch war: Thorsten brauchte sich nur auf den Steg zu stellen und ganz entspannt zu sagen, dass doch alles ok ist und Bödi änderte seine Meinung um 180°.
Der feine Herr nahm Anlauf, machte einen großen Satz und heizte im gestreckte Galopp über den Steg. Schwer zu überzeigen ist er jedenfalls nicht, zumindest was unbelebte Dinge angeht.



Beide Talsperren dienen der Flussregulierung und somit dürfen Hunde ins Wasser. Besonders an der Brucher trifft man eigentlich immer viele andere Hundehalter.




Diesen unscheinbaren, kleinen Bach kennt jeder. Hierbei handelt es sich nämlich um die noch ganz junge Wupper, die nördlich des Brucher Stausees entspringt, hier aber noch Wipper heißt.






Die Wegbeschreibung gibt es ebenfalls im Rother Wanderführer "Bergisches Land" von Sabine Keller.

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Mittwoch, 5. Oktober 2011

Herr Bödefeld ist gewalttätig

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Heute gab es einen Vorfall von häuslicher Gewalt bei uns daheim.
Muss man ja auch mal drüber sprechen können.

Aber ich muss weiter ausholen (sollte jetzt kein Wortwitz sein):
Bödi begleitet mich ja mit ins Büro. Eigentlich, denn uneigentlich hat er dazu nach unserer Morgenrunde nicht immer Lust und dann darf er zu Hause bleiben.
Das bedeutet, dass er an diesen Tagen 5 1/2 Stunden alleine ist.

An eben solchen Tagen baue ich gerne Überstunden ab, weil ich mir dachte, der feine Herr würde sich freuen, wenn ich dann eher zu Hause bin.

Jaha, denkste. Komme ich eher nach Hause, ist er noch gar nicht bereit dazu! Je älter er wird, desto mehr Wert legt er auf ritualisiertes Verhalten und wenn ich dann einfach ungefragt eher nach Hause komme, passt das überhaupt nicht in seinen Zeitplan.

  • Komme ich zur gewohnten Zeit, werde ich freudig begrüßt.
  • Komme ich nach 4 Stunden nach Hause, liegt Herr Bödefeld noch auf dem Bett und ist zu schlapp um mich an der Tür zu empfangen. Sein Rute wedelt zwar wie wild und als Zeichen des Erkennens hebt er auch kurz den Kopf, aber das muss als höfliche Geste eben reichen.
  • Komme ich, so wie heute, nach 3 Stunden nach Hause passiert grad mal gar nix. Bödi hat so fest geschlafen, er hat nüscht mitgekriegt.
Tief und fest hat er auf meinem Bett gepennt. Erst als ich mich neben ihn geschmissen habe, ist er langsam zu sich gekommen. Da hat er sich wohl gedacht, wenn die Alte schon mal da ist, kann sie mir ja auch den Bauch kraulen und dreht sich auf den Rücken und streckt alle Viere von sich.

Und da ist es dann geschehen: ich bin seiner nonverbalen Aufforderung nicht umgehend nachgekommen und schon holt Bödi mit der Vorderpfote aus und zwiebelt mir volle Möhre mitten ins Gesicht! Vielen Dank auch.

Das macht er übrigens nicht nur mit mir: Hunden, die nicht mit ihm spielen wollen, tafelt er auch gerne mal eine mit der Vorderpfote. Meinem Bruder scheuert Bödi gerne zum Spielauftakt immer abwechseln mit der rechten und linken Vorderpfote eine nach der anderen.

Wollte ich nur mal so erwähnt haben!


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Sonntag, 26. Juni 2011

Herr Bödefeld hört gut zu

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Lieber würde ich ja schreiben "Herr Bödefeld hört gut", aber das wäre doch ein gewagter Euphemismus. Also er hört schon ganz gut, allerdings nur so lange meine Interessen nicht im Widerspruch zu seinen Interessen stehen. Wenn es zum Beispiel um Wasser geht, klappt Herr Bödefeld seine Ohren zu oder stellt sie wahlweise auf Durchzug, aber darum soll es hier auch gar nicht gehen, sondern um seine Lauscherqualitäten.

Wir leben ja nun schon fast zwei Jahre mit unserem vierbeinigen Mitbewohner zusammen und mittlerweile macht sich zum Teil sehr deutlich bemerkbar, wie sehr uns Bödi belauscht und in Folge dessen zur Tat schreitet.


Gespräche über Spazieren gehen, wandern, raus gehen, "Ich bin dann mal weg" sind nicht mehr möglich. Weder muss der Hund aktiv angesprochen werden, noch fällt sein Name, oft geht es auch gar nicht um die oben genannten Schlagwörter, aber sie fallen halt in Gesprächen.
In Nullkommanix ist der Hund aus dem Tiefschlaf erwacht und steht startklar vor der Tür.

Wir haben schon überlegt, nur noch auf Englisch über solche Dinge in Gegenwart des Hundes zu sprechen, aber das ist ja a) auch lächerlich und b) nach ein paar Wochen hätte er das doch auch raus.

Sein Lieblingsgeräusch ist das Zuklappen des Laptops, hatte ich doch bis vor wenigen Monaten im Job eben an einem solchen gearbeitet. Zuklappen bedeutet für Bödi = Feierabend, jetzt fahren wir nach Hause und unternehmen was schönes. Noch heute lässt ihn dieses Geräusch in Windeseile aus der letzten Wohnungsecke herbeieilen, um abzuchecken, was geht.

Nun ja, jetzt kann man ja sagen, er kennt uns ja auch schon lange und wenn wir fast rund um die Uhr zusammen sind, ist ja klar, dass der Hund solche Dinge ratzfatz lernt. Aber wie schnell unser Hund Geräusche und Worte im Alltag mit nachfolgenden Handlungen verknüpft hat mich im Urlaub doch schon überrascht.

Urlaubstag Nr. 1: Wir gehen auswärts Mittagessen, nachmittags während einer Wanderung kehren wir irgendwo auf ein Radler ein und abends sind wir wieder auswärts essen gegangen.
Bereits ab dem zweiten Urlaubstag ist Bödi aufgesprungen und in Richtung Restaurantausgang marschiert, wenn wir den Kellner darüber informiert haben, dass wir zahlen möchten.
Allerspätestens beim Klimpern mit Münzen stand der Hund parat.
Schlüsselreiz: Bezahlen + Geldbeutel = die Menschen wollen gehen --> gut, dann kann ich ja schon mal vorlaufen.

Das find ich ja noch ziemlich witzig, spätestens bei der Sichtung von Rehen wird ausgeprägtes Appetenzverhalten dann nervig. Einmal irgendwo einen jagdbaren Waldbewohner entdeckt, ist dieser Ort für Wochen kontaminiert und muss an der Leine durchschritten werden.

Watt is los? Ich kann dich nicht verstehen?

Um zum Schluss doch noch mal auf das Wasser zurück zu kommen:

Letzten Dienstag in der Hundegruppe: Wir apportieren im Lindlarer Park, den ein kleiner Fluss / Bach durchfließt. Bödi apportiert mit viel Elan und Freude seinen Futterbeutel, bevor er zu mir zurück kehrt, bemerkt er aber den Fluß hinter ihm. Ich erinnere ihn nachdrücklich an seine Rückkehr zu mir, aber es ist bereits zwecklos. Mit der Aussicht auf das kühle Nass schmeißt er sich samt Futterbeutel die Böschung hinab und in die Fluten. Natürlich tankt er dabei auf, geht schlecht mit Beutel im Maul, der Futterbeutel treibt also den Fluß hinab.
Nach viel Bitten und Betteln kommt er großmütig aus dem Bach heraus und wir laufen zusammen den Fluss entlang, bis wir den Beutel eingeholt haben. Ich schicke Bödi wieder auf den Beutel, er wirkt auch zuerst noch recht engagiert und dann erneut die Erkenntnis: hurra, Wasser. Wieder legt er sich platsch rein, säuft und der Beutel schwimmt abermals von dannen....
Gott sei Dank hatten wir einen Labrador dabei, auf die ist Verlass!

Eine richtig peinliche Schote haben wir vor mehreren Wochen erlebt. Zusammen mit dem angeleinten Hund spazieren wir durch eine Ortschaft hier in der Gegend. Ich weiß nicht, ob Bödis Herrchen einen partiellen Schwächeanfall erlitten hat, aber just in dem Augenblick kurz bevor ein stattlicher Perserkater unseren Weg kreuzt, rutscht Thorsten die Leine aus der Hand.
Bödi ist völlig begeistert ob des dicken Katers Jerry und verfolgt ihn in den Heimatgarten der Katze. Als wir dem Gespann durch die offene Gartenpforte folgen, erleben wir noch mit, wie die Katze den Spieß umdreht und Bödi verkloppen will. Der verliert dementsprechend schnell das Interesse an der Kratzbürste und entdeckt den Gartenteich der Katzenbesitzer.
Dann folgte der mir bisher allerpeinlichste Moment meiner Karriere als Hundebesitzerin.

Bödi latscht nicht nur einfach in den Teich rein, nein, er nimmt Anlauf, springt min. 1,5 Meter hoch und schmeißt sich mit solch einer Inbrunst und Urgewalt in diesen blöden Gartenteich, dass dessen Besitzer der Ohnmacht nahe waren.

Dieser Anblick hat sich auf meine Netzhaut eingebrannt und im Nachhinein kann ich mich immer noch über dieses Bild kaputt lachen. An diesem Abend allerdings habe ich nur noch gehofft, dass sich ein riesiges Loch auftut und mich verschluckt.

Katzen- und Gartenteichbesitzer waren aber mehr als nett und konnten darüber lachen. Peinlich ist es dennoch. Naja, wärre ja auch langweilig, so ganz ohne Erziehungsbaustellen.

Ich hör nix, ich hab zu viele Haare auf den Ohren.


Sie können also in den nächsten Monaten hier auf dieser Welle meinen Kampf gegen das flüssige Element mitverfolgen.

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Donnerstag, 16. Juni 2011

Herr Bödefeld fährt mit der Bahn

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Das klingt ja erst mal ganz profan.
Im Grunde ist das für uns aber etwas ganz besonderes. Nicht, dass Bödi mit der Bahn fährt, sondern dass wir es überhaupt in die Bahn rein geschafft haben, denn: Herr Bödefeld hat Züge gehasst wie der Teufel das Weihwasser.

Warum, wieso, weshalb? Ich habe keine Ahnung. Obwohl das Bödelchen nicht der super-souveräne Hund ist, ist er doch, was das Entdecken und Erforschen neuer Dinge angeht immer sofort dabei, mutig, vorwitzig und immer für neues offen. Tja, außer eben für Züge.

Wir waren auch in der Sozialisierungsphase mit ihm an Bahnhöfen, es ist also nicht so, dass er das nicht gekannt hätte, als wir wenige Monate später mit der Hundeschule einen Bahnhof besucht haben und dort das Drama seinen Lauf nahm.

Wir standen gar nicht direkt am Gleis, sondern in bestimmt 40 Meter Entfernung zum einfahrenden Zug, als Herr Bödefeld eine Panikattacke erster Güte erlitt.

Und damit begann unser Zugtraining, zuerst mit der Hundeschule, dann in gleicher Besetzung mit unserer Hundegruppe, mit der wir uns immer noch wöchentlich zur gemeinsamen Arbeit treffen. In Minikleinstschritten haben wir uns das Thema Bahnhof und Züge erarbeitet.
Ich muss gestehen, oftmals hatte ich einfach keinen Bock mehr. Ich konnte keine Bahnhöfe mehr sehen, ich hatte es so satt, die Fortschritte waren so klein, ich wollte nicht mehr. Gott sei Dank sind unsere Trainerinnen hartnäckig geblieben und so waren wir oft gesehene Gäste auf den Oberbergischen Bahnhöfen.

Vor 7 bis 8 Monaten erkannte ich (fast unbemerkt) den ersten größeren Fortschritt. Wir haben in dunklen Winterabenden gerne auf Parkplätzen von großen Discountern trainiert. Die waren immer von Schnee geräumt, sehr gut beleuchtet und wir konnten unter verschiedensten Ablenkungsreizen trainieren. Das war toll für Bödi, hat er doch früher bei der kleinsten Ablenkung alle Dummies, Aufgaben oder wahlweise mich total vergessen.

Während wir mit der Gruppe dort trainiert haben, sind immer wieder Züge dort vorbei gefahren. Erst ist Bödi noch zur Salzsäure erstarrt (immerhin hat er nicht versucht, die Flucht zu ergreifen), dann konnte er die vorbeifahrenden Züge zumindest beobachten, später hat er sogar Leckerli angenommen, während der Zug vorbei fuhr. Das steigerte sich immer weiter, er war "auf einmal" in der Lage, zu apportieren und Signale zu befolgen, während der Zug vorbei rauschte (natürlich immer noch mit 1 1/2 Augen zu den Gleisen schielend) und schließlich hat er sich nicht mehr um die Züge gekümmert.

War Ende 2009 schon das Geräusch von Zügen zu viel, konnten wir ein Jahr später direkt auf dem Bahnhof trainieren. Immer noch weiter weg von den befahrenen Gleisen. Über viele Wochen haben wir uns den Gleisen, Zügen, ein- und aussteigenden Menschen immer weiter genähert, bis er vor 4 Wochen "direkt" am Gleis liegen konnte und Fleischwurst gemümmelt hat, während der Zug einfuhr, die Menschen ausstiegen und der Zug wieder weiter fuhr (ok, da ist er noch mal aufgestanden, hat sich aber wieder ruhig ablegen lassen).

Und vor drei Wochen sind wir dann zum ersten Mal mit der Bahn gefahren, das Bödelchen und ich (und seine Kumpels aus der Hundegruppe :) ). Das habe ich wenige Tage später direkt genutzt und habe eine Wanderung mit ihm unternommen, die nicht als Rundwanderung konzipiert ist, sondern Anfangs- und Zielpunkt zwei verschiedene Bahnhöfe sind. Das hätte ich mir letztes Jahr auch nicht träumen lassen.

Was lange währt, wird endlich gut, auch wenn es gut und gerne 1,5 Jahre gedauert hat.

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