x
Also ich bn ja ein vielseitig interessierter Hund, das müsst Ihr wissen.
Zu meinen Interessensschwerpunkten gehört dabei auf jeden Fall die Volkswirtschaft. Ökonomie und so - das ist genau mein Ding. Und deshalb mach ich mir auch stets viele Gedanken wegen Wirtschaftswachstum, Wirtschaftskrise, Arbeitslosenzahlen und und und.
Und da hab ich mir überlegt: Was kann ich als Bödi denn tun?
Hab ich einen Plan ausgearbeitet. Hat auch ausgezeichnet funktioniert. Und das ging so:
Ich habe diese Woche einfach mehrere meiner Zergelspiele auf ihre Tauglichkeit und Widerstandsfähigkeit geprüft und ich muss sagen: sorry, aber so manches Teil hat nicht überlebt. Hab ich Frauchen gesagt: ich brauch neues Zergelmaterial! Ich brauch neues Spielzeug und die Wirtschaft können wir dabei auch gleich ankurbeln!
Hat sie dann auch gemacht. Die hab ich schon gut erzogen - mein Frauchen.
Deutschland, mach Dir keine Sorgen, es geht wieder aufwärts! Der Rubel muss Rollen und ich schieb ihn an!
x
Posts mit dem Label Ausstattung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ausstattung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 15. Dezember 2012
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Herr Bödefeld am 12.12.2012
x
Also jetzt häufen sich aber die "Dramen" in einem Hundeleben: Bödis Lieblingsspielzeug hat nach 3 Jahren den Geist aufgegeben!
Bödi ist ja Einzelkindhund und verfügt dementsprechend über ein ganzes Arsenal an Spielzeug, um ein eigenes Hundespielzeuggeschäft eröffnen zu können. Wenn man es aber auf das Wesentliche reduzieren müsste, hätte dieses Spieli wahrscheinlich vollkommen ausgereicht (zumindest draußen) und jetzt ist es hinüber. So was aber auch!
Dank Eurer guten Gedanken an Bödi geht es ihm schon wieder sehr gut. Die wirklich ätzende Ohrenentzündung schaut nach den ersten beiden Salbengaben schon wieder viel besser aus und Bödi ist geradezu begeistert vom gekochten Diätfutter. Einzig ich habe noch ein ziemlich schlechtes Gewissen und frage mich, ob wir das kranke Ohr eher bemerken hätten müssen/können. So offen, wund und rot habe ich ein Hundeohr noch nicht gesehen. Bödi zeigt sich heute sehr entspannt und ruhig.
Aber nicht mehr lange, wir gehen jetzt nämlich raus in den Schnee.
Vielen Dank an alle guten Tipps bezüglich Ernährung, Hundemantel, Untersuchungsmöglichkeiten etc!!!!
X
Also jetzt häufen sich aber die "Dramen" in einem Hundeleben: Bödis Lieblingsspielzeug hat nach 3 Jahren den Geist aufgegeben!
Bödi ist ja Einzel
Dank Eurer guten Gedanken an Bödi geht es ihm schon wieder sehr gut. Die wirklich ätzende Ohrenentzündung schaut nach den ersten beiden Salbengaben schon wieder viel besser aus und Bödi ist geradezu begeistert vom gekochten Diätfutter. Einzig ich habe noch ein ziemlich schlechtes Gewissen und frage mich, ob wir das kranke Ohr eher bemerken hätten müssen/können. So offen, wund und rot habe ich ein Hundeohr noch nicht gesehen. Bödi zeigt sich heute sehr entspannt und ruhig.
Aber nicht mehr lange, wir gehen jetzt nämlich raus in den Schnee.
Vielen Dank an alle guten Tipps bezüglich Ernährung, Hundemantel, Untersuchungsmöglichkeiten etc!!!!
X
Mittwoch, 22. August 2012
Herr Bödefeld hat eine neue Schleppleine
x
Das allein ist ja noch nicht die Wahnsinnsneuigkeit schlechthin, aber die neue Leine aus Biothane ist so gut bei den anderen in meiner Hundegruppe angekommen, vielleicht wäre das auch was für den einen oder die andere unter Euch. Kaum hatte ich unsere neue Schleppleine in der einen Woche zur Arbeit mit dem Hund mitgebracht, hatten 7 Tage später alle anderen aus der Gruppe auch eine neue Biothane-Leine in der Hand bzw. am Hund :)
Wer bei Spaziergängen eine Schleppleine benutzt oder bei der Arbeit mit dem Vierbeiner eine braucht, der kennt die Unannehmlichkeiten einer Standard-Schleppleine aus (zumeist) Gurtband: sie verdrecken schnell, saugen sich bei Schlechtwetter mit Wasser voll und werden irre schwer und springt der Hund unvermittelt in die getragene Leine und diese rutscht dem Halter durch die Hand, kann das mit unschönen Verbrennungen enden. Nicht zu vergessen die üblichen Gebrauchsspuren: unsere 3 Jahre alte Schleppleine (davon lediglich die letzten 6 Monate in intensivem Gebrauch) hat zahlreiche ausgefranste Stellen, die jederzeit zu zerreißen drohen und zahllose Knoten, die man aus dem Gurtband, einmal festgezurrt, nicht mehr raus bekommt.
Ich habe unsere Biothaneleine bei CLEVERLEINE bestellt und bin total zufrieden.
Kein Verknoten mehr, Verschmutzungen lassen sich ganz einfach abwischen, durch das neongelb ist die Leine schon von weitem gut sichtbar für Fahrradfahrer (Moutainbiker argh), andere Hundehalter etc, durch die glatte Struktur bleibt sie nicht im Unterholz hängen und franst somit nicht aus. Das beste ist aber die Handschlaufe aus Supergrip, total bequem und liegt gut in der Hand.
Die hier abgebildete Leine ist 7,5 m lang und 19mm breit, in der Farbe neongelb und besitzt eine geschraubte Handschlaufe.
Im CleverLeine-Shop gibt es auch Leinen aus dem Biothane-Material "Grippy", die nicht so steif sein soll, wie die normale Biothane, sie sei griffiger und weicher, aber nicht so abriebfest wie unsere.
Das ist dann eine Frage des Geschmacks und der Nutzungsart: wenn ich z.B. Herr Bö an der Schleppleine habe (die ich dann auch immer in der Hand halte, Bödi mag Rehe zur Zeit einfach zu gerne) lasse ich die Leine über den Boden schleppen. Bödis Herrchen hingegen kann das nicht leiden und rollt die Leine permanent auf und ab, je nachdem wie nah oder weit weg der Hund ist, daher empfindet er die schlechtere "Aufrollbarkeit" der Biothane-Leine gegenüber der Gurtleine als Nachteil - für ihn wäre bestimmt eine "Grippy"-Leine besser geeignet.
Auch einen kleinen Negativpunkt möchte ich nicht unerwähnt lassen: das Material stinkt anfangs ziemlich nach Chemie, aber der unangenehme Geruch verfliegt nach einigen Tagen.
Ich werde mit auf jeden Fall noch eine verstellbare Leine aus dem Material der Handschlaufe "Supergrip" bestellen. Zusätzlich zu den Schleppleinen gibt es auch im Angebot Kurzführer, Arbeitsleinen, normale Leinen, Retrieverleinen, verstellbare Leinen sowie Leinen, mit deren Hilfe man Reitbegleithunde vom Pferd aus ableinen kann, ohne abzusteigen.
Ich und die Mädels aus meiner Hundegruppe lieben unsere neuen Leinen heiß und innig, deshalb wollte / konnte / durfte ich Euch den kleinen Tipp nicht vorenthalten. (Höhö, vielleicht ist es aber auch so, dass schon die halbe Hundewelt längst mit Biothane arbeitet und ich diesen Trend bisher verschlafen haben. Das möge mir dann bitte verziehen sein - ich lebe doch auf dem tiefsten Land, da kriegen wir nicht immer alles mit... )
x
Das allein ist ja noch nicht die Wahnsinnsneuigkeit schlechthin, aber die neue Leine aus Biothane ist so gut bei den anderen in meiner Hundegruppe angekommen, vielleicht wäre das auch was für den einen oder die andere unter Euch. Kaum hatte ich unsere neue Schleppleine in der einen Woche zur Arbeit mit dem Hund mitgebracht, hatten 7 Tage später alle anderen aus der Gruppe auch eine neue Biothane-Leine in der Hand bzw. am Hund :)
Wer bei Spaziergängen eine Schleppleine benutzt oder bei der Arbeit mit dem Vierbeiner eine braucht, der kennt die Unannehmlichkeiten einer Standard-Schleppleine aus (zumeist) Gurtband: sie verdrecken schnell, saugen sich bei Schlechtwetter mit Wasser voll und werden irre schwer und springt der Hund unvermittelt in die getragene Leine und diese rutscht dem Halter durch die Hand, kann das mit unschönen Verbrennungen enden. Nicht zu vergessen die üblichen Gebrauchsspuren: unsere 3 Jahre alte Schleppleine (davon lediglich die letzten 6 Monate in intensivem Gebrauch) hat zahlreiche ausgefranste Stellen, die jederzeit zu zerreißen drohen und zahllose Knoten, die man aus dem Gurtband, einmal festgezurrt, nicht mehr raus bekommt.
Ich habe unsere Biothaneleine bei CLEVERLEINE bestellt und bin total zufrieden.
Kein Verknoten mehr, Verschmutzungen lassen sich ganz einfach abwischen, durch das neongelb ist die Leine schon von weitem gut sichtbar für Fahrradfahrer (Moutainbiker argh), andere Hundehalter etc, durch die glatte Struktur bleibt sie nicht im Unterholz hängen und franst somit nicht aus. Das beste ist aber die Handschlaufe aus Supergrip, total bequem und liegt gut in der Hand.
Die hier abgebildete Leine ist 7,5 m lang und 19mm breit, in der Farbe neongelb und besitzt eine geschraubte Handschlaufe.
Im CleverLeine-Shop gibt es auch Leinen aus dem Biothane-Material "Grippy", die nicht so steif sein soll, wie die normale Biothane, sie sei griffiger und weicher, aber nicht so abriebfest wie unsere.
Das ist dann eine Frage des Geschmacks und der Nutzungsart: wenn ich z.B. Herr Bö an der Schleppleine habe (die ich dann auch immer in der Hand halte, Bödi mag Rehe zur Zeit einfach zu gerne) lasse ich die Leine über den Boden schleppen. Bödis Herrchen hingegen kann das nicht leiden und rollt die Leine permanent auf und ab, je nachdem wie nah oder weit weg der Hund ist, daher empfindet er die schlechtere "Aufrollbarkeit" der Biothane-Leine gegenüber der Gurtleine als Nachteil - für ihn wäre bestimmt eine "Grippy"-Leine besser geeignet.
Auch einen kleinen Negativpunkt möchte ich nicht unerwähnt lassen: das Material stinkt anfangs ziemlich nach Chemie, aber der unangenehme Geruch verfliegt nach einigen Tagen.
Ich werde mit auf jeden Fall noch eine verstellbare Leine aus dem Material der Handschlaufe "Supergrip" bestellen. Zusätzlich zu den Schleppleinen gibt es auch im Angebot Kurzführer, Arbeitsleinen, normale Leinen, Retrieverleinen, verstellbare Leinen sowie Leinen, mit deren Hilfe man Reitbegleithunde vom Pferd aus ableinen kann, ohne abzusteigen.
Ich und die Mädels aus meiner Hundegruppe lieben unsere neuen Leinen heiß und innig, deshalb wollte / konnte / durfte ich Euch den kleinen Tipp nicht vorenthalten. (Höhö, vielleicht ist es aber auch so, dass schon die halbe Hundewelt längst mit Biothane arbeitet und ich diesen Trend bisher verschlafen haben. Das möge mir dann bitte verziehen sein - ich lebe doch auf dem tiefsten Land, da kriegen wir nicht immer alles mit... )
x
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Herr Bödefeld am 14. Dezember 2011
x

Wenn Herr Bödefeld die Bildunterschrift bestimmen könnte, würde er sicher schreiben "hier werde ich getierquält!".
Er kann seine neue Sicherheitsweste nämlich so gar gar gar nicht leiden. Dabei ist die soooo super (also finde ich jetzt), komme ich aber mit dem gelben Lappen um die Ecke, übt sich Bödi in passiver Verweigerung: Erst mal abhauen; missglückt die Flucht, legt er sich platt auf den Bauch; nötige ich ihn dennoch aufzustehen, steht er total bedröppelt mit hängendem Kopf und Schultern da rum und trägt das Leid dieser Erde scheinbar ganz allein auf seinen Schultern.
Heute musste die Weste aber sein. Wir waren in Engelskirchen (wenn Ihr oder Eure Kinder einen Wunschzettel an das Christkind schreibt und bei der Post verschickt, landet er in Engelskirchen und wird dort vom Christkind beantwortet :) ) zum Stadttraining. Für uns war das natürlich extra aufregend, da ich gespannt war, ob das ganze Training überhaupt was gebracht hat.
Und obwohl es total ekelig nass, kalt und windig war und es geregnet ohne Ende hat, bin ich total glücklich mit diesem Abend. Bödi war nur toll. Total der Streber, er war so konzentriert, arbeitswillig und so bei mir - hach ich bin hin und weg.
x
Wenn Herr Bödefeld die Bildunterschrift bestimmen könnte, würde er sicher schreiben "hier werde ich getierquält!".
Er kann seine neue Sicherheitsweste nämlich so gar gar gar nicht leiden. Dabei ist die soooo super (also finde ich jetzt), komme ich aber mit dem gelben Lappen um die Ecke, übt sich Bödi in passiver Verweigerung: Erst mal abhauen; missglückt die Flucht, legt er sich platt auf den Bauch; nötige ich ihn dennoch aufzustehen, steht er total bedröppelt mit hängendem Kopf und Schultern da rum und trägt das Leid dieser Erde scheinbar ganz allein auf seinen Schultern.
Heute musste die Weste aber sein. Wir waren in Engelskirchen (wenn Ihr oder Eure Kinder einen Wunschzettel an das Christkind schreibt und bei der Post verschickt, landet er in Engelskirchen und wird dort vom Christkind beantwortet :) ) zum Stadttraining. Für uns war das natürlich extra aufregend, da ich gespannt war, ob das ganze Training überhaupt was gebracht hat.
Und obwohl es total ekelig nass, kalt und windig war und es geregnet ohne Ende hat, bin ich total glücklich mit diesem Abend. Bödi war nur toll. Total der Streber, er war so konzentriert, arbeitswillig und so bei mir - hach ich bin hin und weg.
x
Labels:
Adventskalender,
Ausstattung,
Herr Bödefeld,
Lernen fürs Leben
Dienstag, 13. Dezember 2011
Herr Bödefeld am 13. Dezember 2011
x

Wie gut, dass unser Hundegruppentraining auf morgen Abend verschoben wurde.
Onkel Bödi hat nämlich gar keine Zeit. Heute war ein Canine Genius Leo in der Post. Eigentlich ein Weihnachtsgeschenk, aber um Bödi von seinen Schmerzen abzulenken, hat er es heute schon bekommen.
Was soll ich sagen, der Hund ist nicht mehr ansprechbar und arbeitet hart daran, an die getrocknete Hähnchenbrust im Inneren dieses Gummidings zu kommen. Erstaunlicherweise zeigt er sich ziemlich kreativ; er versucht die Leckerlie raus zu beißen, mit der Zunge raus zu angeln, er schubst das Ding über den Boden, hebt es auf und lässt es fallen usw usw.
Vielleicht kriegt er zu Weihnachten ein zweites, die Leos lassen sich nämlich miteinander verbinden.
x
Wie gut, dass unser Hundegruppentraining auf morgen Abend verschoben wurde.
Onkel Bödi hat nämlich gar keine Zeit. Heute war ein Canine Genius Leo in der Post. Eigentlich ein Weihnachtsgeschenk, aber um Bödi von seinen Schmerzen abzulenken, hat er es heute schon bekommen.
Was soll ich sagen, der Hund ist nicht mehr ansprechbar und arbeitet hart daran, an die getrocknete Hähnchenbrust im Inneren dieses Gummidings zu kommen. Erstaunlicherweise zeigt er sich ziemlich kreativ; er versucht die Leckerlie raus zu beißen, mit der Zunge raus zu angeln, er schubst das Ding über den Boden, hebt es auf und lässt es fallen usw usw.
Vielleicht kriegt er zu Weihnachten ein zweites, die Leos lassen sich nämlich miteinander verbinden.
x
Labels:
Adventskalender,
Ausstattung,
Herr Bödefeld,
Spiel und Spaß,
Verlinkt
Donnerstag, 18. August 2011
Herr Bödefeld als Statistiker *Teil 2*
x
Manchmal ist es ja ganz interessant, mit welchen Suchbegriffen Internetuser über Suchmaschine auf den Blogs landen. Die großen Brüller sind bei uns nicht dabei, dennoch möchte ich ein paar vorstellen:
Briard geschoren
Ganz ehrlich? Das wäre mir manchmal auch lieber, wenn ich mal wieder mit der Unterwolle kämpfe, aber Leute nääää - das geht nicht. Briards sind ja hübsche Hunde, aber das Fell macht schon viel aus. Geschorene Briards sind nicht mein Fall.
Obwohl ich zugeben muss, dass so eine Schur im Sommer vielen Briards sehr gut tun würde. Ich versuche Bödi die heißen Tage erträglicher zu machen, indem ich möglichst viel Unterwolle raushole, seine Wassermuschel aufbaue, die pralle Sonne meide, Spaziergänge deutlich verkürze oder in die Abendstunden verlege und Spiel & Spaß in den Schatten verlege.
Was mich in diesem tollen Frühjahr 2011 geärgert hat: wie oft ich von mir völlig fremden Menschen angefeindet wurde, ich sei eine Tierquälerin weil ich Bödi nicht scheren würde.
Lustigerweise kam solch ein Spruch einmal ausgerechnet von jemandem, den ich bereits mehrmals in der größten Mittagshitze dabei beobachtet habe, wie er durch die Stadt über den Asphalt zügig Fahrrad gefahren ist - natürlich mit Hund.
Briard macht ständig etwas kaputt
Kenne ich so gar nicht. Ich kann mir in der Wohnung keine ruhigere und unauffälligere Rasse (ja gut, ich mein hier nicht das physische Erscheinungsbild) vorstellen. Das funktioniert aber auch nur, wenn man sie angemessen beschäftigt und auslastet.
Frage Dich also nicht, wie Du deinen Briard davon abhalten kannst, seine Langeweile an deinem Hab und Gut auszulassen, sondern überlege dir lieber, wie ihr eure gemeinsame Zeit so gestalten könnt, dass ihr beide Spaß dabei habt.
Ich habe einen Briard
Ich auch!
Herrchen, Frauchen, Pferd, Ungeheuer
Ja hier auch und zwar in dieser Reihenfolge:
Frauchen, Pferd & Ungeheuer, Herrchen
Manchmal ist es ja ganz interessant, mit welchen Suchbegriffen Internetuser über Suchmaschine auf den Blogs landen. Die großen Brüller sind bei uns nicht dabei, dennoch möchte ich ein paar vorstellen:
Briard geschoren
Ganz ehrlich? Das wäre mir manchmal auch lieber, wenn ich mal wieder mit der Unterwolle kämpfe, aber Leute nääää - das geht nicht. Briards sind ja hübsche Hunde, aber das Fell macht schon viel aus. Geschorene Briards sind nicht mein Fall.
Obwohl ich zugeben muss, dass so eine Schur im Sommer vielen Briards sehr gut tun würde. Ich versuche Bödi die heißen Tage erträglicher zu machen, indem ich möglichst viel Unterwolle raushole, seine Wassermuschel aufbaue, die pralle Sonne meide, Spaziergänge deutlich verkürze oder in die Abendstunden verlege und Spiel & Spaß in den Schatten verlege.
Was mich in diesem tollen Frühjahr 2011 geärgert hat: wie oft ich von mir völlig fremden Menschen angefeindet wurde, ich sei eine Tierquälerin weil ich Bödi nicht scheren würde.
Lustigerweise kam solch ein Spruch einmal ausgerechnet von jemandem, den ich bereits mehrmals in der größten Mittagshitze dabei beobachtet habe, wie er durch die Stadt über den Asphalt zügig Fahrrad gefahren ist - natürlich mit Hund.
Briard macht ständig etwas kaputt
Kenne ich so gar nicht. Ich kann mir in der Wohnung keine ruhigere und unauffälligere Rasse (ja gut, ich mein hier nicht das physische Erscheinungsbild) vorstellen. Das funktioniert aber auch nur, wenn man sie angemessen beschäftigt und auslastet.
Frage Dich also nicht, wie Du deinen Briard davon abhalten kannst, seine Langeweile an deinem Hab und Gut auszulassen, sondern überlege dir lieber, wie ihr eure gemeinsame Zeit so gestalten könnt, dass ihr beide Spaß dabei habt.
Ich habe einen Briard
Ich auch!
Herrchen, Frauchen, Pferd, Ungeheuer
Ja hier auch und zwar in dieser Reihenfolge:
Briard täglich 5 Stunden alleine zu Hause
Das würde ich nicht übers Herz bringen. Obwohl ich nicht ausschließen würde, dass das klappen kann, wenn man dem Hund vorher und nachher ausreichend "Qualitytime" widmet. Ansonsten: siehe oben, brauch man sich nicht zu wundern, wenn der Wuschel alles kaputt macht.
darf man beim Briard den Bart abschneiden?
So weit mir bekannt, gibt es weltweit keine Genfer Briardschutzkonvention die das Abschneiden des Bartes beim Berger de Brie unter Strafe stellt. Was das Aussehen betrifft, ist das echt Geschmackssache, wenns nicht Not tut, würde ich aber die Schere in der Schublade lassen. Außer es handelt sich um einen mangelhaft gepflegten Bart, der Essensreste für eine halbe Mäusefamilie bereit hält. Verkrustete, verfilzte Zotten sehen nicht nur doof aus, sondern können auch ganz schön stinken.
Mein Hund sieht aus wie Herr von Bödefeld
Mein herzliches Beileid!
Herr von Bödefeld Plüschtier
Bist du dir sicher, dass du das willst?
Dann doch lieber ein Herr Bödefeld-Plüschtier!!!!
Herr Bödefeld wandert im Bergischen Land
Leider dieses Jahr erst ganz wenig. Entweder war ich krank oder der Hund oder das Wetter war zu bescheiden oder wir hatten Termine, Termine, Termine. Dieser Sommer ist vollgepackt mit zahlreichen Geburtstagen, Hochzeiten, Festen und Feiern. Aber bald haben wir Urlaub und wenn uns der Wetter- und Gesundheitsgott hold ist, dann holen wir einiges nach.
Ausflug mit dem Hund ins Bergische Land
Guckst Du Hier im Blog
Fellafit
Jaaaaaa!! Ich glaube, nur bei Fellafit gibt es die super-duper-Gummistiefel aus Neopren. Ich LIEBE meine Bogs heiß und innig. Ich habe viele Festivals (in der Vor-Bödi-Zeit) im Schlamm in ganz normalen Gummistiefeln verbracht und dabei mehrere Tränchen vergossen (jaha!), weil der starre Stiefelschaft kaum Bewegungen mitmacht und nach kurzer Zeit arg gescheuert hat.
Die Bogs, die es bei Fellafit gibt, sind aus Neopren, machen alle Bewegungen mit und man kann sie sehr gut auch im Herbst und Winter tragen, weil sie schön warm halten.
Ich kenne keine anderen Gummistiefel, mit denen ich einen ebenfalls einen 12km Spaziergang machen würde, mit Bogs kein Problem.
(Nein, ich werde nicht von Fellafit bezahlt - ich bin eine Überzeugungstäterin :) )
der schönste Briard
ist doch immer der eigene!
das kann eine Frau schon prägen, das erste Mal!
Na und wie! Mit Bödi erlebe ich auch gerade mein erstes Mal als Briardhalterin. Das prägt mit Sicherheit (und versaut einen für die vielen anderen tollen Hunderassen, die es sonst noch gibt. Sie wissen schon: einmal Briard, immer Briard....)
kann ein Hund von Rohfleischfütterung bissig werden?
Meine Nachbarinnen sind auch dieser felsenfesten Überzeugung. Am besten ist aber ihre Argumentation. Als ich sie gefragt habe, wie sie denn auf das schmale Brett kommen, haben sie im Brustton der Überzeugung erklärt, das - jetzt haltet Euch fest- WURDE SCHON IMMER SO GESAGT. Ihre Vorfahren hätten das Alle gesagt und das sei eben so.
Ich war förmlich erdrückt von der Last dieser ungeheuren Beweiskette.
Ganz ehrlich, auf der Ebene diskutier ich nicht. Gegen diese Form von tradiertem Gedankengut kann man sich den Mund fusselig argumentieren, die glauben einem ja doch nicht. Stattdessen habe ich gegrinst und weiter meinen Kuchen gemümmelt, da hab ich mehr von.
Briard Fellpflege Bürste
Im Grunde benutzen wir vier verschiedene Bürsten. Kämme haben wir auch noch zahlreiche in der Schublade, aber die benutzen wir nicht mehr.
Die Maxi-Pin-Brush ganz links hat ganz lange Zinken und eignet sich hervorragend zum Vorbürsten der Briardmatte. Danach geht es weiter mit der hellbraunen Bürste, Deck- und Kopfhaar lassen sich damit gut in Form bringen.
Meinen ewigen Kampf gegen die Unterwolle und den dichten Rüden-Kragen am Hals bestreite ich mit der lila Bürste von Les Poochs.
Ebenfalls von Les Poochs stammt der rote Mat Zapper, der bei verfilzte Partien eingesetzt wird.
Die beiden Bürsten rechts kosten ein kleines Vermögen, sind ihr Geld aber durchaus wert.
Ich träume ja noch von einer Mason Pearson für das "Finish", aber die kostet ebenfalls nicht wenig. Da muss ich noch ein bißchen träumen.
ich lasse mich nicht vom Ehrgeiz zerfressen
Ich mich auch nicht und Bödi schon mal gar nicht.
Und deshalb beende ich jetzt auch diesen Beitrag, lasse Haushalt Haushalt sein und genieße mit Bödi die paar äußerst raren Sonnenstunden da draußen. Der Nachbar von nebenan hat Heu gemacht, die schöne Geruchskulisse müssen wir draußen noch etwas ausnutzen.
Ich habe noch einige Suchbegriffe in der Pipeline, deshalb geht es bald schon weiter mit den Suchbegriffen.
Das würde ich nicht übers Herz bringen. Obwohl ich nicht ausschließen würde, dass das klappen kann, wenn man dem Hund vorher und nachher ausreichend "Qualitytime" widmet. Ansonsten: siehe oben, brauch man sich nicht zu wundern, wenn der Wuschel alles kaputt macht.
darf man beim Briard den Bart abschneiden?
So weit mir bekannt, gibt es weltweit keine Genfer Briardschutzkonvention die das Abschneiden des Bartes beim Berger de Brie unter Strafe stellt. Was das Aussehen betrifft, ist das echt Geschmackssache, wenns nicht Not tut, würde ich aber die Schere in der Schublade lassen. Außer es handelt sich um einen mangelhaft gepflegten Bart, der Essensreste für eine halbe Mäusefamilie bereit hält. Verkrustete, verfilzte Zotten sehen nicht nur doof aus, sondern können auch ganz schön stinken.
Mein Hund sieht aus wie Herr von Bödefeld
Mein herzliches Beileid!
Herr von Bödefeld Plüschtier
Bist du dir sicher, dass du das willst?
Dann doch lieber ein Herr Bödefeld-Plüschtier!!!!
Herr Bödefeld wandert im Bergischen Land
Leider dieses Jahr erst ganz wenig. Entweder war ich krank oder der Hund oder das Wetter war zu bescheiden oder wir hatten Termine, Termine, Termine. Dieser Sommer ist vollgepackt mit zahlreichen Geburtstagen, Hochzeiten, Festen und Feiern. Aber bald haben wir Urlaub und wenn uns der Wetter- und Gesundheitsgott hold ist, dann holen wir einiges nach.
Ausflug mit dem Hund ins Bergische Land
Guckst Du Hier im Blog
Fellafit
Jaaaaaa!! Ich glaube, nur bei Fellafit gibt es die super-duper-Gummistiefel aus Neopren. Ich LIEBE meine Bogs heiß und innig. Ich habe viele Festivals (in der Vor-Bödi-Zeit) im Schlamm in ganz normalen Gummistiefeln verbracht und dabei mehrere Tränchen vergossen (jaha!), weil der starre Stiefelschaft kaum Bewegungen mitmacht und nach kurzer Zeit arg gescheuert hat.
Die Bogs, die es bei Fellafit gibt, sind aus Neopren, machen alle Bewegungen mit und man kann sie sehr gut auch im Herbst und Winter tragen, weil sie schön warm halten.
Ich kenne keine anderen Gummistiefel, mit denen ich einen ebenfalls einen 12km Spaziergang machen würde, mit Bogs kein Problem.
(Nein, ich werde nicht von Fellafit bezahlt - ich bin eine Überzeugungstäterin :) )
der schönste Briard
ist doch immer der eigene!
das kann eine Frau schon prägen, das erste Mal!
Na und wie! Mit Bödi erlebe ich auch gerade mein erstes Mal als Briardhalterin. Das prägt mit Sicherheit (und versaut einen für die vielen anderen tollen Hunderassen, die es sonst noch gibt. Sie wissen schon: einmal Briard, immer Briard....)
kann ein Hund von Rohfleischfütterung bissig werden?
Meine Nachbarinnen sind auch dieser felsenfesten Überzeugung. Am besten ist aber ihre Argumentation. Als ich sie gefragt habe, wie sie denn auf das schmale Brett kommen, haben sie im Brustton der Überzeugung erklärt, das - jetzt haltet Euch fest- WURDE SCHON IMMER SO GESAGT. Ihre Vorfahren hätten das Alle gesagt und das sei eben so.
Ich war förmlich erdrückt von der Last dieser ungeheuren Beweiskette.
Ganz ehrlich, auf der Ebene diskutier ich nicht. Gegen diese Form von tradiertem Gedankengut kann man sich den Mund fusselig argumentieren, die glauben einem ja doch nicht. Stattdessen habe ich gegrinst und weiter meinen Kuchen gemümmelt, da hab ich mehr von.
Briard Fellpflege Bürste
Im Grunde benutzen wir vier verschiedene Bürsten. Kämme haben wir auch noch zahlreiche in der Schublade, aber die benutzen wir nicht mehr.
Die Maxi-Pin-Brush ganz links hat ganz lange Zinken und eignet sich hervorragend zum Vorbürsten der Briardmatte. Danach geht es weiter mit der hellbraunen Bürste, Deck- und Kopfhaar lassen sich damit gut in Form bringen.
Meinen ewigen Kampf gegen die Unterwolle und den dichten Rüden-Kragen am Hals bestreite ich mit der lila Bürste von Les Poochs.
Ebenfalls von Les Poochs stammt der rote Mat Zapper, der bei verfilzte Partien eingesetzt wird.
Die beiden Bürsten rechts kosten ein kleines Vermögen, sind ihr Geld aber durchaus wert.
Ich träume ja noch von einer Mason Pearson für das "Finish", aber die kostet ebenfalls nicht wenig. Da muss ich noch ein bißchen träumen.
ich lasse mich nicht vom Ehrgeiz zerfressen
Ich mich auch nicht und Bödi schon mal gar nicht.
Und deshalb beende ich jetzt auch diesen Beitrag, lasse Haushalt Haushalt sein und genieße mit Bödi die paar äußerst raren Sonnenstunden da draußen. Der Nachbar von nebenan hat Heu gemacht, die schöne Geruchskulisse müssen wir draußen noch etwas ausnutzen.
Ich habe noch einige Suchbegriffe in der Pipeline, deshalb geht es bald schon weiter mit den Suchbegriffen.
Sonntag, 14. August 2011
Herr Bödefeld wird gebarft
x
und das seit mittlerweile 8 - 9 Monaten. Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen.
B.A.R.F.
ist ein Akronym und kommt aus dem Amerikanischen und bedeutete zunächst Born Again Raw Feeders. Später wurde es als auch Abkürzung für Bones and Raw Foods oder Biologically Appropriate Raw Foods gebraucht.
Im Deutschen wird B.A.R.F. mit Biologisch Artgerechtes Rohes Futter übersetzt.
"Barfen" bedeutet, bei allem Brimborium was zum Teil darum veranstaltet wird, eigentlich nur, dass Hunde mit rohem, frischem Futter gefüttert werden, um die natürliche Ernährung des Vorfahren Wolf zu imitieren.
In unserem individuellen Fall, also im Bödefeldschen Haushalt, füttern wir Herrn Bödefeld mit rohem Fleisch, Innereien und ungegarten, fleischigen Knochen, püriertem Gemüse und Obst, wenig Milchprodukten und möglichst ohne Getreide.
Das ist das Idealziel. Im Urlaub aber haben wir ihm Dosenfutter gefüttert (Lukullus Gourmet), weil ich nun gar keine Lust und Möglichkeit hatte, in unserer Ferienwohnung Fleisch und Knochen für eine Woche zu kühlen.
Die Entscheidung, Bödi zu barfen, war keine bewusste Entscheidung gegen industriell hergestelltes Fertigfutter (das kam erst später hinzu, als er bereits mehrere Monate gebarft wurde), sondern entstand aus der Not heraus, ein Futter zu finden, das unserem Hund gut tut, ihn von seinen Schmerzen nach dem Fressen erlöst und von ihm artgerecht verdaut werden kann.
Bödis erstes Lebensjahr war fütterungstechnisch sehr schwierig. Erst jetzt, nachdem ich bereits zwei Jahre mit ihm zusammenlebe, seine Körpersprache und Verhalten besser kenne, weiß ich oder glaube ich zu wissen, dass Bödi sich lange Zeit mit fiesen Bauchschmerzen gequält hat und so manche Verhaltensauffälligkeit sind mit der Futterumstellung von heute auf morgen verschwunden.
Heute ärger ich mich natürlich, dass wir erst mit B.A.R.F. begonnen haben, als der Hund bereits 18 Monate alt war. Aber Unsicherheiten und Sorgen (Bekommt er alles was er braucht? Kann ich ihn selber ausgewogen ernähren? Das Wachstum bei großen Rassen ist eine sensible Angelegenheit, will ich riskieren, da rumzupfuschen?) und nicht zuletzt auch finanzielle Aspekte (dazu komme ich später noch) haben dazu geführt, dass wir erst verschiedene Fertigfutter durchprobiert haben.
Was hat sich für Bödi verändert nach der Umstellung auf Rohfütterung?
Wenn es darum geht, die Vorzüge des Barfens zu erläutern, wird oftmals die tolle Fellqualität angeführt. Jo, stimmt: wenn Bödis Fell in den wenigen Momenten in der Woche nicht total verstaubt oder verschlammt ist, dann glänzt er wie eine Speckschwarte. Hat er aber auch unter der Fütterung von Trockenfutter!
Eine wirklich drastische Veränderung konnten wir nach der Futterumstellung aber an Ohren und Krallen beobachten.
Nachdem wir Bödi bekommen haben, hatten wir nahezu pausenlos mit Ohrenentzündungen zu kämpfen (also nicht wir Menschen, sondern der Welpe :) ). Wir waren Dauergäste bei unserem Tierarzt, aber die Ohrenentzündungen konnten wir kaum in den Griff bekommen. Erst nachdem wir das Futter vom "glücklichen Hund" abgesetzt hatten, gingen die Entzündungen zurück.
Aber auch unter dem nächsten Trockenfutter waren Bödis Schlappohren permanent sehr verdreckt. Tägliche Reinigung war angesagt und ich war fassungslos, wie viel Ohrenschmalz / Schnodder so ein Hund produzieren kann. Bödi war nach wenigen Wochen soweit, dass er panisch die Flucht ergriffen hat, wenn er nur gesehen hat, wir die die Flasche mit dem Ohrenreiniger aus der Schublade holen.
Und heute? Wenn ich ehrlich bin, habe ich 2011 erst 1 Mal Bödis Ohren gereinigt, nicht weil ich musste, sondern weil ich dachte, das gehört sich doch so. Entzündungen, übermäßige Schmalzproduktion und Juckreiz sind jetzt Vergangenheit. Ich bin mir sicher, dass diese Verbesserung kausal mit der Umstellung auf Rohfütterung zusammenhängt. Genauso wie die Verbesserung seiner Krallen.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder von Briardhaltern gelesen oder gehört, die es nicht schaffen, die Afterkrallen ihrer Hunde mit einer Krallenzange zu kürzen, da sie so hart sind und demnach nur das Abfeilen hilft. Haha, Bödis Afterkrallen konnte man mit den menschlichen Fingernägeln abknipsen, die einzelnen Hornschichten Schicht für Schicht abziehen bis aufs Leben runter. Die Laufkrallen waren wie ein Teppich an den Rändern total ausgefranst und eingerissen.
Was habe ich nicht alles ausprobiert. Zahlreiche Mittelchen, die Fell- und Krallenwachstum unterstützen sollten, haben wir zusätzlich zum Fertigfutter gefüttert. Nichts hat auch nur eine minimale Verbesserung bewirkt. Heute bekommt Bödi Knochen und Knorpel zu fressen und ich habe an seinen Krallen nichts mehr auszusetzen. Auch in diesem Fall war die Verbesserung unmittelbar im Zusammenhang mit der Futterumstellung zu beobachten.
Die für Bödi wohl wichtigste Verbesserung hängt aber mit dem Verdauungsapparat zusammen. Feste, geformte Kotmengen habe ich bei Bödi erst im Alter von 11 Monaten gesehen (damals noch nicht unter Rohfütterung, sondern mit Fütterung von kaltgepressten, getreidefreien Futterpellets). Durchfall oder übelriechender, weicher, breiartiger Kotabsatz waren vorher nicht die Ausnahme, sondern die Regel. An unzähligen Abenden hat sich der Hund schmerzverkrümmt am Boden gewälzt, Bödis Blähungen haben nicht nur den armen Hund, sondern auch uns gequält. Herr Bödefeld ließ sich als Junghund nur ungern anfassen, besonders am Bauch.
Heute ist Bödis Kotabsatz fest, geformt, mengenmäßig viiiieeeel geringer als mit Fertigfutter und äußerst geruchsarm. Ich kann gar nicht sagen, wie viel angenehmer das ist, kleine Häufchen wegzuräumen, die wirklich fast nicht riechen, als diesen stinkenden Brei vom Boden zu kratzen. :)
Seit Bödi nicht mehr stets mit sich und seinen Bauchschmerzen beschäftigt ist, hat er sich zum Kuschelmonster entwickelt. Nicht nur bei seiner Familie; wenn er Fremde für gut befunden hat, biedert er sich denen auch an, als wären es seine langjährigen Halter und kriecht förmlich in die Personen rein, um gescheit gekrault zu werden.
Womit wird Herr Bödefeld denn nun in der Praxis gefüttert?
In einer perfekten Welt würde Herr Bödefeld verschiedene Fleischarten fressen, sprich: Rind, Geflügel, Lamm, Pferd, Wild und Fisch.
In der Bödefeldschen Welt beschränkt sich das auf Rind und Rind und Rind. *Seuftz*
Der Hund mag nichts anderes. Ich habe alles probiert. Ich dachte, der Hund ist halt verschnuppt, wenn er Hunger hat, wird er schon Geflügel fressen.
Nachdem ich ihm 4 Tage Geflügel vorgesetzt habe und er es 4 Tage vorgezogen hat, zu hungern, gab es am 5. Tag wieder Rind. Lamm hat er einmal gefressen (bestimmt hat er sich vertan) danach nie wieder, Pferd probiert er noch nicht mal - dann dreht er sich angewidert um und verlässt den Raum.
Zur Zeit habe ich verschiedene Fischmischungen und auch ganze Fische im Tiefkühler, das habe ich aber noch nicht getestet.
Am liebsten mag Bödi möglichst große Stücke im Ganzen, z.B. Kalbshaxen (seine absolute No. 1!), große Abschnitte Kalbsbrust, ganze Rinderkehlköpfe oder auch Strossen im Ganzen (letzteres füttern wir allerdings ganz, ganz selten).
Pansen geht natürlich immer. Am liebsten aber nicht den gekauften, sondern den am Stück, den wir von einem Bekannten bekommen, der hobbymäßig Kühe in Ammenhaltung hält und anschließend selber schlachtet.
Wenn ich meine rosa Latexhandschuhe anziehe, um die 10 - 15 kg Mägen zu zerkleinern ist der einzige Moment gekommen, in dem Herr Bödefelds Interesse an der Nahrungszubereitung zeigt und zur Überwachung des Vorgangs neben mir sitzt.
Geflügelhälse, z.B. Entenhälse sind auch so ein Fall für sich. Im Ganzen in der Wohnung verfüttert, werden sie vom Hund mit Mißachtung gestraft; draußen im Garten vorgesetzt, werden sie als Spielzeug gebraucht, angespielt und durch die Luft geschleudert. Erst klein geschnitten und als Belohnung für Suchspiele auf Spaziergängen werden sie auch tatsächlich gefressen. Immerhin etwas Geflügel, das er zu sich nimmt.
Den Obst- und Gemüsebrei (wir nennen es nur "den Pamp") pürieren wir nicht wie viele andere täglich frisch oder 1 x wöchentlich. Wir pürieren alle paar Wochen eine größere Menge und frieren das dann in 3-4 Tagesportionen ein. Jeden Tag oder jede Woche dieser Aufwand und die umständliche Reinigung der Küchenmaschine wär mir zu blöd, dann lieber die Produktion einer größeren Charge und anschließendes bedarfgenaues Auftauen.
An Ölen füttern wir: Leinöl, Hanföl, Nachtkerzenöl, Lachsöl und Dorschlebertran im Wechsel. Als Belohnung gibt es öfter mal Schafsfettleckerlie, das kann bei Bödis sehr schlanker Linie nicht schaden. Als absoluter Reinfall hat sich Ägyptisches Schwarzkümmelöl erwiesen: Futter, was damit kontaminiert ist rührt er nicht an. Ich hab das Zeug in meiner Wut auf den Hund dann selber mal probiert - sorry Bödi, das muss Du wirklich nicht fressen. Widerlich.
Wir füttern verschiedene Nahrungsmittelzusätze, nie alles gleichzeitig und bestimmte Mittelchen auch nur bei Bedarf, dazu zählen z.B. Spirulina, andere Algenarten, Kräutermischungen, Bierhefe, gemahlene Hagebuttenschalen etc. Wenn Bödi mal Bauchgrummeln hat und er sich nicht so wohl fühlt, geb' ich ihm Heilerde für den Magen, bei Durchfällen (was absolut selten ist mittlerweile) bekommt er Moorliquid.
Einmal die Woche bekommt Bödi ein ganzes Ei (ohne Schale, er gehört nicht zu den Hunden, die sich Eier gerne selber aufknacken), ab und an bekommt er Buttermilch, Hüttenkäse, Joghurt oder Quark zugefüttert (Auch mal ein Actimel oder sogar haha - einen Fruchtzwerg, ein bißchen Sünde muss sein).
Was Leckerli betrifft, ist Herr Bödefeld sehr empfindlich, da verträgt er vieles einfach gar nicht. Was gut geht (und das ist dann auch die Ausnahme von unserer Kein-Getreide-Regel) sind die Hundekekse von Terra Canis, die schmecken dem Hund sehr gut, die riechen toll (ich könnte immerzu dran schnuppern!) und Bödi verträgt sie auch gut. Ansonsten bekommt er zur Belohnung getrocknete Fische, Käse, Hundewurst oder getrocknetes Fleisch.
Was kostet denn der ganze Spaß?
In Diskussionen Pro-Barfen wird von den Befürwortern immer gerne angepriesen, Barfen sei nicht teurer als ein mittelmäßiges Fertigfutter.
Das kann ich so nicht bestätigen. Vielleicht sah die Lage vor 10 Jahren noch ganz anders aus, doch heute ist B.A.R.F. ein großer Markt. Schlachthöfe, Metzger und Fleischhändler haben das große Potenzial erkannt, ihre "Abfälle" oder Nebenprodukte (also Innereien, Fleisch und Knochen, die von menschlichen Konsumenten nicht nachgefragt werden) gewinnbringend an Hundehalter zu verkaufen.
Bevor wir gebarft haben, haben wir Bödi sehr hochpreisige Trockenfuttersorten gefüttert. Dennoch schaffe ich es nicht durch die Rohfütterung unter dem Preis für einen Sack teurem Fertigfutter zu bleiben. Ich muss ja nicht nur das Fleisch bezahlen (+ seine Verpackung und Lieferung oder die weite Fahrt zu Anbietern), sondern auch das Gemüse / Obst, die Zusätze und die Öle, die zum Teil doch sehr ins Geld gehen. Dazu kommen die Anschaffungskosten für einen Tiefkühler (die Abnahme von großen Fleischmengen wirkt sich günstig auf das Preis-Leistungsverhältnis aus) und Küchenmaschine sowie deren Stromverbrauch.
Alles in allem ist es so schon etwas teurer als die Fütterung von Trocken- oder Dosenfutter.
Der Aufwand hingegen ist mit Sicherheit geringer, als man das sich als Nicht-Barfer so vorstellt. Das Auftauen und Anrühren der Mahlzeiten dauert wirklich nur unwesentlich länger, als eine Dose oder den Futtersack zu öffnen. Das Pürieren so großer Mengen ist (bei uns jedenfalls) natürlich eine kleine/große Sauerrei, aber wir machen das immer zu zweit, das geht schneller, macht mehr Spaß und wir tun das mit dem Gefühl, etwas Gutes für unser Bödelchen zu tun.
Jetzt ist der ganze Beitrag viel länger geworden, als ich eigentlich geplant hatte und ich bin mir sicher, nachdem ich gleich auf "Post veröffentlichen" geklickt habe, werden mir noch tausend andere Dinge einfallen, die ich im Zusammenhang mit unseren individuellen Barf-Gewohnheiten erzählen wollte.
Ich möchte allerdings noch betonen, das wir absolute Barf-Anfänger sind. Ich möchte lediglich von unseren ganz persönlichen Erfahrungen berichten, weder jemanden bekehren, noch Fertigfutter verteufeln. Ich kenne zahlreiche Hunde, die sehr gut mit Fertigfutter fahren, toll aussehen, gesund sind und keine Auffälligleiten zeigen. (Ich kenne aber auch Hunde, die möglichst billiges Futter bekommen, also richtigen Schrott und das sieht man diesen Hunden auch an. Auch sind mir Hunde bekannt, die zusätzlich zum Fertigfutter zahlreiche Ergänzungsmittel gefüttert bekommen und durch diese Überversorgung genauso &$"%/§ aussehen, aber ich fange schon wieder an zu schwallen....)
Folgende Bücher haben mir bei der Umstellung auf BARF sehr geholfen:
"Natural Dog Food. Rohfütterung für Hunde. Ein praktischer Leitfaden"
von Susanne Reinerth
und
"BARF. Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Die artgerechte Ernährung des Hundes mit BARF. Mit Tabellen, Futterplänen, Literatur- und Linktipps"
von Swanie Simon.
Wir beziehen unser Fleisch, Öle und Futterzusätze von Hund und Sport Hungenberg.
Ein weiterer Literaturtipp, den ich vom Frauchen von Bödis Schwester Hermine bekommen habe, möchte ich auch weitergeben:
"Katzen würde Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter"
von Hans-Ulrich Grimm
Ein Buch für alle, die sich dafür interessieren, was sie da eigentlich genau ihrem Vierbeiner in den Futternapf füllen.
x
PS: Spätestens seit wir Bödi zum ersten Mal dabei beobachtet haben, mit wie viel Spaß und Hingabe Herr Bödefeld eine Kalbshaxe, oder wie auf den Bildern oben einen Kalbsbrustknochen, zerlegt hat, können wir uns nicht mehr vorstellen, ihm je wieder Trockenfutter zu geben.
Das ist die Natur des Hundes und dafür sind seine Zähne und sein Verdauungstrakt ausgelegt.
Bödi nach der anstrengenden Ackerei an der Kalbsbrust. Ich finde, er schaut ziemlich zufrieden aus :)
und das seit mittlerweile 8 - 9 Monaten. Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen.
B.A.R.F.
ist ein Akronym und kommt aus dem Amerikanischen und bedeutete zunächst Born Again Raw Feeders. Später wurde es als auch Abkürzung für Bones and Raw Foods oder Biologically Appropriate Raw Foods gebraucht.
Im Deutschen wird B.A.R.F. mit Biologisch Artgerechtes Rohes Futter übersetzt.
"Barfen" bedeutet, bei allem Brimborium was zum Teil darum veranstaltet wird, eigentlich nur, dass Hunde mit rohem, frischem Futter gefüttert werden, um die natürliche Ernährung des Vorfahren Wolf zu imitieren.
In unserem individuellen Fall, also im Bödefeldschen Haushalt, füttern wir Herrn Bödefeld mit rohem Fleisch, Innereien und ungegarten, fleischigen Knochen, püriertem Gemüse und Obst, wenig Milchprodukten und möglichst ohne Getreide.
Das ist das Idealziel. Im Urlaub aber haben wir ihm Dosenfutter gefüttert (Lukullus Gourmet), weil ich nun gar keine Lust und Möglichkeit hatte, in unserer Ferienwohnung Fleisch und Knochen für eine Woche zu kühlen.
Die Entscheidung, Bödi zu barfen, war keine bewusste Entscheidung gegen industriell hergestelltes Fertigfutter (das kam erst später hinzu, als er bereits mehrere Monate gebarft wurde), sondern entstand aus der Not heraus, ein Futter zu finden, das unserem Hund gut tut, ihn von seinen Schmerzen nach dem Fressen erlöst und von ihm artgerecht verdaut werden kann.
Bödis erstes Lebensjahr war fütterungstechnisch sehr schwierig. Erst jetzt, nachdem ich bereits zwei Jahre mit ihm zusammenlebe, seine Körpersprache und Verhalten besser kenne, weiß ich oder glaube ich zu wissen, dass Bödi sich lange Zeit mit fiesen Bauchschmerzen gequält hat und so manche Verhaltensauffälligkeit sind mit der Futterumstellung von heute auf morgen verschwunden.
Heute ärger ich mich natürlich, dass wir erst mit B.A.R.F. begonnen haben, als der Hund bereits 18 Monate alt war. Aber Unsicherheiten und Sorgen (Bekommt er alles was er braucht? Kann ich ihn selber ausgewogen ernähren? Das Wachstum bei großen Rassen ist eine sensible Angelegenheit, will ich riskieren, da rumzupfuschen?) und nicht zuletzt auch finanzielle Aspekte (dazu komme ich später noch) haben dazu geführt, dass wir erst verschiedene Fertigfutter durchprobiert haben.
Was hat sich für Bödi verändert nach der Umstellung auf Rohfütterung?
Wenn es darum geht, die Vorzüge des Barfens zu erläutern, wird oftmals die tolle Fellqualität angeführt. Jo, stimmt: wenn Bödis Fell in den wenigen Momenten in der Woche nicht total verstaubt oder verschlammt ist, dann glänzt er wie eine Speckschwarte. Hat er aber auch unter der Fütterung von Trockenfutter!
Eine wirklich drastische Veränderung konnten wir nach der Futterumstellung aber an Ohren und Krallen beobachten.
Nachdem wir Bödi bekommen haben, hatten wir nahezu pausenlos mit Ohrenentzündungen zu kämpfen (also nicht wir Menschen, sondern der Welpe :) ). Wir waren Dauergäste bei unserem Tierarzt, aber die Ohrenentzündungen konnten wir kaum in den Griff bekommen. Erst nachdem wir das Futter vom "glücklichen Hund" abgesetzt hatten, gingen die Entzündungen zurück.
Aber auch unter dem nächsten Trockenfutter waren Bödis Schlappohren permanent sehr verdreckt. Tägliche Reinigung war angesagt und ich war fassungslos, wie viel Ohrenschmalz / Schnodder so ein Hund produzieren kann. Bödi war nach wenigen Wochen soweit, dass er panisch die Flucht ergriffen hat, wenn er nur gesehen hat, wir die die Flasche mit dem Ohrenreiniger aus der Schublade holen.
Und heute? Wenn ich ehrlich bin, habe ich 2011 erst 1 Mal Bödis Ohren gereinigt, nicht weil ich musste, sondern weil ich dachte, das gehört sich doch so. Entzündungen, übermäßige Schmalzproduktion und Juckreiz sind jetzt Vergangenheit. Ich bin mir sicher, dass diese Verbesserung kausal mit der Umstellung auf Rohfütterung zusammenhängt. Genauso wie die Verbesserung seiner Krallen.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder von Briardhaltern gelesen oder gehört, die es nicht schaffen, die Afterkrallen ihrer Hunde mit einer Krallenzange zu kürzen, da sie so hart sind und demnach nur das Abfeilen hilft. Haha, Bödis Afterkrallen konnte man mit den menschlichen Fingernägeln abknipsen, die einzelnen Hornschichten Schicht für Schicht abziehen bis aufs Leben runter. Die Laufkrallen waren wie ein Teppich an den Rändern total ausgefranst und eingerissen.
Was habe ich nicht alles ausprobiert. Zahlreiche Mittelchen, die Fell- und Krallenwachstum unterstützen sollten, haben wir zusätzlich zum Fertigfutter gefüttert. Nichts hat auch nur eine minimale Verbesserung bewirkt. Heute bekommt Bödi Knochen und Knorpel zu fressen und ich habe an seinen Krallen nichts mehr auszusetzen. Auch in diesem Fall war die Verbesserung unmittelbar im Zusammenhang mit der Futterumstellung zu beobachten.
Die für Bödi wohl wichtigste Verbesserung hängt aber mit dem Verdauungsapparat zusammen. Feste, geformte Kotmengen habe ich bei Bödi erst im Alter von 11 Monaten gesehen (damals noch nicht unter Rohfütterung, sondern mit Fütterung von kaltgepressten, getreidefreien Futterpellets). Durchfall oder übelriechender, weicher, breiartiger Kotabsatz waren vorher nicht die Ausnahme, sondern die Regel. An unzähligen Abenden hat sich der Hund schmerzverkrümmt am Boden gewälzt, Bödis Blähungen haben nicht nur den armen Hund, sondern auch uns gequält. Herr Bödefeld ließ sich als Junghund nur ungern anfassen, besonders am Bauch.
Heute ist Bödis Kotabsatz fest, geformt, mengenmäßig viiiieeeel geringer als mit Fertigfutter und äußerst geruchsarm. Ich kann gar nicht sagen, wie viel angenehmer das ist, kleine Häufchen wegzuräumen, die wirklich fast nicht riechen, als diesen stinkenden Brei vom Boden zu kratzen. :)
Seit Bödi nicht mehr stets mit sich und seinen Bauchschmerzen beschäftigt ist, hat er sich zum Kuschelmonster entwickelt. Nicht nur bei seiner Familie; wenn er Fremde für gut befunden hat, biedert er sich denen auch an, als wären es seine langjährigen Halter und kriecht förmlich in die Personen rein, um gescheit gekrault zu werden.
Womit wird Herr Bödefeld denn nun in der Praxis gefüttert?
In einer perfekten Welt würde Herr Bödefeld verschiedene Fleischarten fressen, sprich: Rind, Geflügel, Lamm, Pferd, Wild und Fisch.
In der Bödefeldschen Welt beschränkt sich das auf Rind und Rind und Rind. *Seuftz*
Der Hund mag nichts anderes. Ich habe alles probiert. Ich dachte, der Hund ist halt verschnuppt, wenn er Hunger hat, wird er schon Geflügel fressen.
Nachdem ich ihm 4 Tage Geflügel vorgesetzt habe und er es 4 Tage vorgezogen hat, zu hungern, gab es am 5. Tag wieder Rind. Lamm hat er einmal gefressen (bestimmt hat er sich vertan) danach nie wieder, Pferd probiert er noch nicht mal - dann dreht er sich angewidert um und verlässt den Raum.
Zur Zeit habe ich verschiedene Fischmischungen und auch ganze Fische im Tiefkühler, das habe ich aber noch nicht getestet.
Am liebsten mag Bödi möglichst große Stücke im Ganzen, z.B. Kalbshaxen (seine absolute No. 1!), große Abschnitte Kalbsbrust, ganze Rinderkehlköpfe oder auch Strossen im Ganzen (letzteres füttern wir allerdings ganz, ganz selten).
Pansen geht natürlich immer. Am liebsten aber nicht den gekauften, sondern den am Stück, den wir von einem Bekannten bekommen, der hobbymäßig Kühe in Ammenhaltung hält und anschließend selber schlachtet.
Wenn ich meine rosa Latexhandschuhe anziehe, um die 10 - 15 kg Mägen zu zerkleinern ist der einzige Moment gekommen, in dem Herr Bödefelds Interesse an der Nahrungszubereitung zeigt und zur Überwachung des Vorgangs neben mir sitzt.
Geflügelhälse, z.B. Entenhälse sind auch so ein Fall für sich. Im Ganzen in der Wohnung verfüttert, werden sie vom Hund mit Mißachtung gestraft; draußen im Garten vorgesetzt, werden sie als Spielzeug gebraucht, angespielt und durch die Luft geschleudert. Erst klein geschnitten und als Belohnung für Suchspiele auf Spaziergängen werden sie auch tatsächlich gefressen. Immerhin etwas Geflügel, das er zu sich nimmt.
Den Obst- und Gemüsebrei (wir nennen es nur "den Pamp") pürieren wir nicht wie viele andere täglich frisch oder 1 x wöchentlich. Wir pürieren alle paar Wochen eine größere Menge und frieren das dann in 3-4 Tagesportionen ein. Jeden Tag oder jede Woche dieser Aufwand und die umständliche Reinigung der Küchenmaschine wär mir zu blöd, dann lieber die Produktion einer größeren Charge und anschließendes bedarfgenaues Auftauen.
An Ölen füttern wir: Leinöl, Hanföl, Nachtkerzenöl, Lachsöl und Dorschlebertran im Wechsel. Als Belohnung gibt es öfter mal Schafsfettleckerlie, das kann bei Bödis sehr schlanker Linie nicht schaden. Als absoluter Reinfall hat sich Ägyptisches Schwarzkümmelöl erwiesen: Futter, was damit kontaminiert ist rührt er nicht an. Ich hab das Zeug in meiner Wut auf den Hund dann selber mal probiert - sorry Bödi, das muss Du wirklich nicht fressen. Widerlich.
Wir füttern verschiedene Nahrungsmittelzusätze, nie alles gleichzeitig und bestimmte Mittelchen auch nur bei Bedarf, dazu zählen z.B. Spirulina, andere Algenarten, Kräutermischungen, Bierhefe, gemahlene Hagebuttenschalen etc. Wenn Bödi mal Bauchgrummeln hat und er sich nicht so wohl fühlt, geb' ich ihm Heilerde für den Magen, bei Durchfällen (was absolut selten ist mittlerweile) bekommt er Moorliquid.
Einmal die Woche bekommt Bödi ein ganzes Ei (ohne Schale, er gehört nicht zu den Hunden, die sich Eier gerne selber aufknacken), ab und an bekommt er Buttermilch, Hüttenkäse, Joghurt oder Quark zugefüttert (Auch mal ein Actimel oder sogar haha - einen Fruchtzwerg, ein bißchen Sünde muss sein).
Was Leckerli betrifft, ist Herr Bödefeld sehr empfindlich, da verträgt er vieles einfach gar nicht. Was gut geht (und das ist dann auch die Ausnahme von unserer Kein-Getreide-Regel) sind die Hundekekse von Terra Canis, die schmecken dem Hund sehr gut, die riechen toll (ich könnte immerzu dran schnuppern!) und Bödi verträgt sie auch gut. Ansonsten bekommt er zur Belohnung getrocknete Fische, Käse, Hundewurst oder getrocknetes Fleisch.
Was kostet denn der ganze Spaß?
In Diskussionen Pro-Barfen wird von den Befürwortern immer gerne angepriesen, Barfen sei nicht teurer als ein mittelmäßiges Fertigfutter.
Das kann ich so nicht bestätigen. Vielleicht sah die Lage vor 10 Jahren noch ganz anders aus, doch heute ist B.A.R.F. ein großer Markt. Schlachthöfe, Metzger und Fleischhändler haben das große Potenzial erkannt, ihre "Abfälle" oder Nebenprodukte (also Innereien, Fleisch und Knochen, die von menschlichen Konsumenten nicht nachgefragt werden) gewinnbringend an Hundehalter zu verkaufen.
Bevor wir gebarft haben, haben wir Bödi sehr hochpreisige Trockenfuttersorten gefüttert. Dennoch schaffe ich es nicht durch die Rohfütterung unter dem Preis für einen Sack teurem Fertigfutter zu bleiben. Ich muss ja nicht nur das Fleisch bezahlen (+ seine Verpackung und Lieferung oder die weite Fahrt zu Anbietern), sondern auch das Gemüse / Obst, die Zusätze und die Öle, die zum Teil doch sehr ins Geld gehen. Dazu kommen die Anschaffungskosten für einen Tiefkühler (die Abnahme von großen Fleischmengen wirkt sich günstig auf das Preis-Leistungsverhältnis aus) und Küchenmaschine sowie deren Stromverbrauch.
Alles in allem ist es so schon etwas teurer als die Fütterung von Trocken- oder Dosenfutter.
Der Aufwand hingegen ist mit Sicherheit geringer, als man das sich als Nicht-Barfer so vorstellt. Das Auftauen und Anrühren der Mahlzeiten dauert wirklich nur unwesentlich länger, als eine Dose oder den Futtersack zu öffnen. Das Pürieren so großer Mengen ist (bei uns jedenfalls) natürlich eine kleine/große Sauerrei, aber wir machen das immer zu zweit, das geht schneller, macht mehr Spaß und wir tun das mit dem Gefühl, etwas Gutes für unser Bödelchen zu tun.
Jetzt ist der ganze Beitrag viel länger geworden, als ich eigentlich geplant hatte und ich bin mir sicher, nachdem ich gleich auf "Post veröffentlichen" geklickt habe, werden mir noch tausend andere Dinge einfallen, die ich im Zusammenhang mit unseren individuellen Barf-Gewohnheiten erzählen wollte.
Ich möchte allerdings noch betonen, das wir absolute Barf-Anfänger sind. Ich möchte lediglich von unseren ganz persönlichen Erfahrungen berichten, weder jemanden bekehren, noch Fertigfutter verteufeln. Ich kenne zahlreiche Hunde, die sehr gut mit Fertigfutter fahren, toll aussehen, gesund sind und keine Auffälligleiten zeigen. (Ich kenne aber auch Hunde, die möglichst billiges Futter bekommen, also richtigen Schrott und das sieht man diesen Hunden auch an. Auch sind mir Hunde bekannt, die zusätzlich zum Fertigfutter zahlreiche Ergänzungsmittel gefüttert bekommen und durch diese Überversorgung genauso &$"%/§ aussehen, aber ich fange schon wieder an zu schwallen....)
Folgende Bücher haben mir bei der Umstellung auf BARF sehr geholfen:
"Natural Dog Food. Rohfütterung für Hunde. Ein praktischer Leitfaden"
von Susanne Reinerth
und
"BARF. Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Die artgerechte Ernährung des Hundes mit BARF. Mit Tabellen, Futterplänen, Literatur- und Linktipps"
von Swanie Simon.
Wir beziehen unser Fleisch, Öle und Futterzusätze von Hund und Sport Hungenberg.
Ein weiterer Literaturtipp, den ich vom Frauchen von Bödis Schwester Hermine bekommen habe, möchte ich auch weitergeben:
"Katzen würde Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter"
von Hans-Ulrich Grimm
Ein Buch für alle, die sich dafür interessieren, was sie da eigentlich genau ihrem Vierbeiner in den Futternapf füllen.
x
PS: Spätestens seit wir Bödi zum ersten Mal dabei beobachtet haben, mit wie viel Spaß und Hingabe Herr Bödefeld eine Kalbshaxe, oder wie auf den Bildern oben einen Kalbsbrustknochen, zerlegt hat, können wir uns nicht mehr vorstellen, ihm je wieder Trockenfutter zu geben.
Das ist die Natur des Hundes und dafür sind seine Zähne und sein Verdauungstrakt ausgelegt.
Bödi nach der anstrengenden Ackerei an der Kalbsbrust. Ich finde, er schaut ziemlich zufrieden aus :)
Freitag, 22. April 2011
Herr Bödefeld und seine Schlafgewohnheiten
x

Bödi quengelt, doch endlich aufzustehen.
Eigentlich ein ganz untypisches Bild, denn Herr Bödefeld ist der Schlafmützen-Otto der Familie und benötigt in der Regel eine Extra-Einladung, um aufzustehen.

Um das gleich mal vorwegzunehmen: wir leben mit 1 (in Worten einem) Hund zusammen und besitzen keine weiteren Haustiere, die hier im Haus mit uns zusammenleben.
Wir müssen also kein Hunderudel beherbergen, dennoch besitzt Bödi 3 Körbchen und 2 Vetbeds.
Benutzen tut er nahezu keins.
Sein Körbchen im Wohnzimmer dient als Rückzugsort und Depot wenn er wichtige Beute gemacht hat. Kalbsbrustknochen, Ochsenziemer , Dentastix oder andere besondere, essbare Dinge werden dorthin verschleppt, um dann angespielt und angebellt zu werden. Ist alles verspeist, springt er auch direkt schon wieder raus aus dem Körbchen und legt sich daneben oder geht in die Dusche.
Sein Körbchen in der Küche benutzt er zeitweise während wir essen, lieber liegt er aber direkt vor der Terrassentür, die noch nicht richtig abgedichtet ist und deshalb kühler ist.
Das Körbchen im Schlafzimmer können wir eigentlich auch einmotten - ein reines Dekoobjekt. Herr Bödefeld fährt da nämlich eine ganz andere Strategie, die mir kurz nach unserem Einzug hier fast einen Herzinfarkt eingebracht hätte:
Ich wache morgens auf und schaue auf meine Bettseite, auf der eigentlich Klein-Bödi liegen sollte. Bödi ist aber weg - sein Körbchen allerdings auch! Ein Riesenhundebett, einfach weg. Wahrscheinlich habe ich für eine Sekunde wirklich geglaubt, man hätte mir Hund & Bett aus dem Schlafzimmer raus geklaut.
Auflösung: Bödi liegt nicht gerne im Hundebett, mag aber die Zimmerecke, in der das Hundekörbchen steht. Also quetscht er sich jede Nacht zwischen Wand und Hundebett und schiebt das Körbchen mit seinen Pfoten so weit als möglich weg. In der besagten Nacht hat er also sein Körbchen unter unser Bett geschoben, es sich dann später wohl doch anders überlegt und sich unter unser Bett ins Körbchen gelegt und sich dabei super versteckt.
Heute schläft er nachts in der Dusche und kommt morgens gegen 3 Uhr ins Schlafzimmer getappst, um sich zwischen Wand und Körbchen zu quetschen.
Herr Bödefeld wieder mal Minimalist:


Als es im vergangenen Winter richtig, richtig kalt wurde, hat Bödi sich auch mal den einen oder anderen Sonntagmorgen in unserem Bett am Fußende zusammengekringelt (natürlich immer auf meiner Seite, bin ja nur ich, die dann irgendwann eine Thrombose kriegt, weil sie so zusammengequetscht dort liegen muss).
Es wird ja immer noch viel diskutiert in der Hundewelt über erhöhte Liegeplätze, Dominanz, Rangordnung und was sonst noch alles in diesen Themenkomplex gehört. Ich kann Euch nur erzählen, meine Position in unserer Familienrangordnung ist total für den %$&/((§! Ich bin nämlich eine kleine, unbedeutende Minderheit in unserer männlich dominierten Lebensgemeinschaft hier. *Schnief*
Es ist erst wenige Wochen her, als ich nachts aufstehen musste. Nach 2 Minuten komm ich zurück ins Schlafzimmer und möchte mich ins Bett legen, als auf meiner Seite ein riesiger Plüschberg liegt - über die ganze Länge verteilt! Trotz der unchristliche Zeit musste ich dennoch lachen, weil mein Bett zu besetzen, das hat das Bödi bisher auch noch nicht gebracht.
Ein bißchen beleidigt war ich aber schon, denn ich finde T. hätte meinen Platz vor dem Vierbeiner verteidigen müssen! Als ich ihn darauf anspreche, erwidert der doch tatsächlich: weg gegangen Platz vergangen!
Da könnt Ihr mal sehen, was ich für eine arme Socke bin! Aber ich bin ja nicht nachtragend und wollte T. am nächsten morgen noch die Gelegenheit geben, seinen fauxpas wieder gut zu machen. Ich erwähne also noch mal, dass ihm doch eigentlich daran gelegen sein sollte, dass ICH neben ihm liege und nicht unser Hund. Seine ernüchternde Antwort: er wollte einfach nur schlafen, alles andere war ihm egal!
Traumatisierte Ostergrüße von der untersten Stufe der Rangordnung sendet Euch Desiree


*und jetzt husch husch ins Körbchen und weiter nucken*
x
Bödi quengelt, doch endlich aufzustehen.
Eigentlich ein ganz untypisches Bild, denn Herr Bödefeld ist der Schlafmützen-Otto der Familie und benötigt in der Regel eine Extra-Einladung, um aufzustehen.
Um das gleich mal vorwegzunehmen: wir leben mit 1 (in Worten einem) Hund zusammen und besitzen keine weiteren Haustiere, die hier im Haus mit uns zusammenleben.
Wir müssen also kein Hunderudel beherbergen, dennoch besitzt Bödi 3 Körbchen und 2 Vetbeds.
Benutzen tut er nahezu keins.
Sein Körbchen im Wohnzimmer dient als Rückzugsort und Depot wenn er wichtige Beute gemacht hat. Kalbsbrustknochen, Ochsenziemer , Dentastix oder andere besondere, essbare Dinge werden dorthin verschleppt, um dann angespielt und angebellt zu werden. Ist alles verspeist, springt er auch direkt schon wieder raus aus dem Körbchen und legt sich daneben oder geht in die Dusche.
Sein Körbchen in der Küche benutzt er zeitweise während wir essen, lieber liegt er aber direkt vor der Terrassentür, die noch nicht richtig abgedichtet ist und deshalb kühler ist.
Das Körbchen im Schlafzimmer können wir eigentlich auch einmotten - ein reines Dekoobjekt. Herr Bödefeld fährt da nämlich eine ganz andere Strategie, die mir kurz nach unserem Einzug hier fast einen Herzinfarkt eingebracht hätte:
Ich wache morgens auf und schaue auf meine Bettseite, auf der eigentlich Klein-Bödi liegen sollte. Bödi ist aber weg - sein Körbchen allerdings auch! Ein Riesenhundebett, einfach weg. Wahrscheinlich habe ich für eine Sekunde wirklich geglaubt, man hätte mir Hund & Bett aus dem Schlafzimmer raus geklaut.
Auflösung: Bödi liegt nicht gerne im Hundebett, mag aber die Zimmerecke, in der das Hundekörbchen steht. Also quetscht er sich jede Nacht zwischen Wand und Hundebett und schiebt das Körbchen mit seinen Pfoten so weit als möglich weg. In der besagten Nacht hat er also sein Körbchen unter unser Bett geschoben, es sich dann später wohl doch anders überlegt und sich unter unser Bett ins Körbchen gelegt und sich dabei super versteckt.
Heute schläft er nachts in der Dusche und kommt morgens gegen 3 Uhr ins Schlafzimmer getappst, um sich zwischen Wand und Körbchen zu quetschen.
Herr Bödefeld wieder mal Minimalist:
Als es im vergangenen Winter richtig, richtig kalt wurde, hat Bödi sich auch mal den einen oder anderen Sonntagmorgen in unserem Bett am Fußende zusammengekringelt (natürlich immer auf meiner Seite, bin ja nur ich, die dann irgendwann eine Thrombose kriegt, weil sie so zusammengequetscht dort liegen muss).
Es wird ja immer noch viel diskutiert in der Hundewelt über erhöhte Liegeplätze, Dominanz, Rangordnung und was sonst noch alles in diesen Themenkomplex gehört. Ich kann Euch nur erzählen, meine Position in unserer Familienrangordnung ist total für den %$&/((§! Ich bin nämlich eine kleine, unbedeutende Minderheit in unserer männlich dominierten Lebensgemeinschaft hier. *Schnief*
Es ist erst wenige Wochen her, als ich nachts aufstehen musste. Nach 2 Minuten komm ich zurück ins Schlafzimmer und möchte mich ins Bett legen, als auf meiner Seite ein riesiger Plüschberg liegt - über die ganze Länge verteilt! Trotz der unchristliche Zeit musste ich dennoch lachen, weil mein Bett zu besetzen, das hat das Bödi bisher auch noch nicht gebracht.
Ein bißchen beleidigt war ich aber schon, denn ich finde T. hätte meinen Platz vor dem Vierbeiner verteidigen müssen! Als ich ihn darauf anspreche, erwidert der doch tatsächlich: weg gegangen Platz vergangen!
Da könnt Ihr mal sehen, was ich für eine arme Socke bin! Aber ich bin ja nicht nachtragend und wollte T. am nächsten morgen noch die Gelegenheit geben, seinen fauxpas wieder gut zu machen. Ich erwähne also noch mal, dass ihm doch eigentlich daran gelegen sein sollte, dass ICH neben ihm liege und nicht unser Hund. Seine ernüchternde Antwort: er wollte einfach nur schlafen, alles andere war ihm egal!
Traumatisierte Ostergrüße von der untersten Stufe der Rangordnung sendet Euch Desiree
*und jetzt husch husch ins Körbchen und weiter nucken*
x
Labels:
Ausstattung,
Familie,
Herr Bödefeld,
Vorlieben und Abneigungen
Dienstag, 28. Dezember 2010
Herr Bödefeld in Dienstkleidung
x

Jetzt hab ich bereits in der Überschrift gelogen, denn Herr Bödefeld hat keine Stellung beim lokalen Entsorgungsunternehmen angetreten, sondern schiebt weiterhin seinen Dienst mit mir im Büro eines Altenheimes . Also handelt es sich mehr um eine Vor-Dienstkleidung, aber das klingt ja blöd und passt nicht in mein Benjamin-Blümchen-Überschriften-Konzept!

Ich bin ja froh und dankbar, dass ich netterweise den kleinen Mann mit ins Büro nehmen darf. Und deshalb hat Bödi jetzt seinen Regenmantel bekommen. Macht immer noch keinen Sinn? Stimmt.
Auf die gut gemeinten Züchterratschläge, dass das Laufen am Rad für einen Briard so toll wäre, habe ich immer abgewunken und auf das Streckenprofil im Oberbergischen verwiesen. Und dabei bleibe ich auch, hier kriegen mich keine 10 Pferde (oder Briards) aufs Fahrrad, nur der Gedanke daran strengt mich schon an: rauf, runter, rauf, runter - nein Danke! Aber seit September gehen Bödi und ich morgens vor der Arbeit 75 Minuten Joggen (natürlich laufe ich noch nicht die ganze Strecke am Stück, aber ich arbeite daran) und das natürlich auch nur, wenn nicht gerade 1000000000 Meter hohe unüberwindbare Schneemassen die Wege versperren - aber ansonsten laufen wir bei jedem Wetter.

Und da ein pitschpatschernasser Briard nicht angenehm für meine Kollegen ist und ich gerne weiterhin meinen Hund mit ins Büro nehmen möchte, haben wir Bödi einen Regenmantel gekauft, damit wir vor der Arbeit Laufen gehen können - unabhängig, wie das Wetter so ist, deshalb: Vor-Dienstkleidung!

Bei diesem Modell, das unser Vorführhund auf diesen Bildern trägt, handelt es sich um den Hurtta Lifeguard Sturm Hoodie in neonorange. Ich habe den Mantel bei Hund unterwegs gekauft, die die gesamte Hurtta Lifeguard Kollektion anbieten, insgesamt 45 Teile: Westen für Hunde und Menschen, Gamaschen für Zwei- und Vierbeiner, Mäntel, Geschirre, Leinen etc.

Die Produktbeschreibung auf der Seite verspricht so einiges und was soll ich sagen, der Mantel hält, was er verspricht und ist auch für sehr aktive Hunde wunderbar geeignet. Egal ob Sprinter oder Langstreckenläufer, Weit- oder Hochspringer, Kletterziege oder Buddellator - der Mantel macht alles mit, verrutscht nicht und schränkt den Hund dabei dennoch nicht in seiner Bewegungsfreiheit ein. Die Reflektoren sind klasse und wegen der knalligen Farbe zieh ich den Mantel auch ab und an im Zwielicht bei trockenem Wetter an, einfach weil ich (und Autofahrer und Jäger) Bödi dann auch von weitem gut sehen können.

Bödi trägt als Briard-Rüde mit einem Schultermaß von ca. 68cm bei einem Gewicht von 38 kg die (größte) Größe 2XL.

Der Mantel ist nicht geeignet, um einen Hund warm zu halten, dafür ist das Material zu dünn (aber winddicht) und der Bauch wird nicht abgedeckt. Dafür sind ausgewiesene Wintermäntel besser geeignet.

Der Mantel allein reicht aber nun nicht, um den Hund auch bei Matschwetter einigermaßen trocken und sauber ins Büro zu befördern, daher gab es die Gamaschen noch oben drauf. Auch hier trägt Bödi mit XL die größte Größe und mit 60 € für 4 Stück ist das auch ein verhältnismäßig großes Loch in der Geldbörse. Und so begeistert, wie ich auch vom Mantel bin, die Gamaschen sind auch nach dem zweiten Test, den ich heute auf Grund Eurer Nachfragen noch extra durchgeführt habe, nicht zufriedenstellend. Wobei ich nicht sicher bin, ob es tatsächlich an den Gamaschen lag oder ab meinem Unvermögen, sie richtig anzubringen (Übrigens waren weder bei Mantel, noch bei Gamaschen eine Anzieh-Anleitung dabei!).

Die Gamaschen werden über die Pfoten gezogen (gar nicht so einfach, die über die Afterkrallen zu pfriemeln). Am unteren Bündchen lassen sich die Beinkleider mit Hilfe eines Druckknopfes noch 2 Mal verengen, das obere Bündchen wird durch einen Klettverschluss verengt. Und da könnte auch mein Fehler liegen: ich habe den Klettverschluss einfach möglichst eng gezogen. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich beim Ausziehen aber noch Schlaufen bemerkt, es könnte also sein, dass man den Klettverschluss durch die Schlaufe zieht und dann zurück in die Gegenrichtung zu zieht und fest pappt. Jedenfalls funktioniert der Mantel auch so, hab ich wohl bei den Gamaschen übersehen. Kapiert man, was ich Erklär-Bär meine?

Das könnte noch der Joker sein, der die Gamschen zum Halten bringt, denn wenn nicht, kann ich nur dringendst vom Kauf abraten. Bei uns rutschen sie schon nach wenigen Metern runter, egal, wie fest man sie zurrt. Auch finde ich sie einfach zu kurz. An Bödis Vorderbeinen reichen sie bis eine große Handbreit unter die Brust. Bödis Hinterbeine sind so muskulös, da sind sie noch viel kürzer, weil man sie nicht hoch genug ziehen kann.

Mein Fazit lautet daher: Mantel Top - Gamaschen Flop.
Und für so Kognitiv-Blondinen wie mich, könnte Hurtta ruhig mal eine Anleitung beilegen, wie das Festzurren bei Mantel und Gamaschen nun zu funktionieren hat.



x
Jetzt hab ich bereits in der Überschrift gelogen, denn Herr Bödefeld hat keine Stellung beim lokalen Entsorgungsunternehmen angetreten, sondern schiebt weiterhin seinen Dienst mit mir im Büro eines Altenheimes . Also handelt es sich mehr um eine Vor-Dienstkleidung, aber das klingt ja blöd und passt nicht in mein Benjamin-Blümchen-Überschriften-Konzept!
Ich bin ja froh und dankbar, dass ich netterweise den kleinen Mann mit ins Büro nehmen darf. Und deshalb hat Bödi jetzt seinen Regenmantel bekommen. Macht immer noch keinen Sinn? Stimmt.
Auf die gut gemeinten Züchterratschläge, dass das Laufen am Rad für einen Briard so toll wäre, habe ich immer abgewunken und auf das Streckenprofil im Oberbergischen verwiesen. Und dabei bleibe ich auch, hier kriegen mich keine 10 Pferde (oder Briards) aufs Fahrrad, nur der Gedanke daran strengt mich schon an: rauf, runter, rauf, runter - nein Danke! Aber seit September gehen Bödi und ich morgens vor der Arbeit 75 Minuten Joggen (natürlich laufe ich noch nicht die ganze Strecke am Stück, aber ich arbeite daran) und das natürlich auch nur, wenn nicht gerade 1000000000 Meter hohe unüberwindbare Schneemassen die Wege versperren - aber ansonsten laufen wir bei jedem Wetter.
Und da ein pitschpatschernasser Briard nicht angenehm für meine Kollegen ist und ich gerne weiterhin meinen Hund mit ins Büro nehmen möchte, haben wir Bödi einen Regenmantel gekauft, damit wir vor der Arbeit Laufen gehen können - unabhängig, wie das Wetter so ist, deshalb: Vor-Dienstkleidung!
Bei diesem Modell, das unser Vorführhund auf diesen Bildern trägt, handelt es sich um den Hurtta Lifeguard Sturm Hoodie in neonorange. Ich habe den Mantel bei Hund unterwegs gekauft, die die gesamte Hurtta Lifeguard Kollektion anbieten, insgesamt 45 Teile: Westen für Hunde und Menschen, Gamaschen für Zwei- und Vierbeiner, Mäntel, Geschirre, Leinen etc.
Die Produktbeschreibung auf der Seite verspricht so einiges und was soll ich sagen, der Mantel hält, was er verspricht und ist auch für sehr aktive Hunde wunderbar geeignet. Egal ob Sprinter oder Langstreckenläufer, Weit- oder Hochspringer, Kletterziege oder Buddellator - der Mantel macht alles mit, verrutscht nicht und schränkt den Hund dabei dennoch nicht in seiner Bewegungsfreiheit ein. Die Reflektoren sind klasse und wegen der knalligen Farbe zieh ich den Mantel auch ab und an im Zwielicht bei trockenem Wetter an, einfach weil ich (und Autofahrer und Jäger) Bödi dann auch von weitem gut sehen können.
Bödi trägt als Briard-Rüde mit einem Schultermaß von ca. 68cm bei einem Gewicht von 38 kg die (größte) Größe 2XL.
Der Mantel ist nicht geeignet, um einen Hund warm zu halten, dafür ist das Material zu dünn (aber winddicht) und der Bauch wird nicht abgedeckt. Dafür sind ausgewiesene Wintermäntel besser geeignet.
Der Mantel allein reicht aber nun nicht, um den Hund auch bei Matschwetter einigermaßen trocken und sauber ins Büro zu befördern, daher gab es die Gamaschen noch oben drauf. Auch hier trägt Bödi mit XL die größte Größe und mit 60 € für 4 Stück ist das auch ein verhältnismäßig großes Loch in der Geldbörse. Und so begeistert, wie ich auch vom Mantel bin, die Gamaschen sind auch nach dem zweiten Test, den ich heute auf Grund Eurer Nachfragen noch extra durchgeführt habe, nicht zufriedenstellend. Wobei ich nicht sicher bin, ob es tatsächlich an den Gamaschen lag oder ab meinem Unvermögen, sie richtig anzubringen (Übrigens waren weder bei Mantel, noch bei Gamaschen eine Anzieh-Anleitung dabei!).
Die Gamaschen werden über die Pfoten gezogen (gar nicht so einfach, die über die Afterkrallen zu pfriemeln). Am unteren Bündchen lassen sich die Beinkleider mit Hilfe eines Druckknopfes noch 2 Mal verengen, das obere Bündchen wird durch einen Klettverschluss verengt. Und da könnte auch mein Fehler liegen: ich habe den Klettverschluss einfach möglichst eng gezogen. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich beim Ausziehen aber noch Schlaufen bemerkt, es könnte also sein, dass man den Klettverschluss durch die Schlaufe zieht und dann zurück in die Gegenrichtung zu zieht und fest pappt. Jedenfalls funktioniert der Mantel auch so, hab ich wohl bei den Gamaschen übersehen. Kapiert man, was ich Erklär-Bär meine?
Das könnte noch der Joker sein, der die Gamschen zum Halten bringt, denn wenn nicht, kann ich nur dringendst vom Kauf abraten. Bei uns rutschen sie schon nach wenigen Metern runter, egal, wie fest man sie zurrt. Auch finde ich sie einfach zu kurz. An Bödis Vorderbeinen reichen sie bis eine große Handbreit unter die Brust. Bödis Hinterbeine sind so muskulös, da sind sie noch viel kürzer, weil man sie nicht hoch genug ziehen kann.
Mein Fazit lautet daher: Mantel Top - Gamaschen Flop.
Und für so Kognitiv-Blondinen wie mich, könnte Hurtta ruhig mal eine Anleitung beilegen, wie das Festzurren bei Mantel und Gamaschen nun zu funktionieren hat.
x
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Montag, 20. Dezember 2010
Abonnieren
Posts (Atom)
