Dienstag, 21. August 2012

Herr Bödefeld und die Sommergewitter

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Oder: warum ich fast aus dem Bett geschmissen wurde, damit der Hund darin Platz hat....


Also mit einem Bödelchen wird es ja niemals nie langweilig. Neu im Programm: Angst vor Gewitter - und das in seinem 4. Lebensjahr!

Früher waren Gewitter nie ein Problem - ich weiß nicht woran es auf einmal liegt. Vielleicht sind das noch die Nachwirkungen des üblen Hagel-Gewitters aus dem letzten Jahr.
Damals wurde das arme Bödemobil ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Gott sei Dank waren Bödi und ich damals nicht draußen unterwegs: die Hagel-Eier waren ziemlich groß und es hat sich während des Gewitters angehört, als würde das Haus von allen Seiten mit Maschinengewehren beschossen. Seitdem ist Bödi leider ebenfalls nicht mehr schussfest, was in einem wildreichen Gebiet wie hier immer von Vorteil ist.


Gewitter hatten wir diesen Sommer bereits mehr als genug, der arme Kerl reagiert darauf mit herzzereißendem Wimmern und Mieken, was wir so gar nicht gewohnt sind, denn üblicherweise intoniert Herr Bö jegliche heftige Gefühlsregung, egal ob positiv oder negativ, Freude oder Frust, mit lautstarkem Gebell.

Was habe ich nicht alles versucht, um ihn von den Gewittergeräuschen abzulenken, wirklich helfen tut da nicht viel. Als ich einmal nicht mehr weiter wusste, habe ich Musik aufgedreht und die Songs super laut mit geschmettert. Haha - meinen Gesang fand er wohl dann noch schlimmer als das Gewitter.Immerhin hat es ihn abgelenkt.


Man merkt übrigens daran, wie unglaublich gebildet unser Hund ist, dass er bei Gewitter immer in's Auto möchte, sogar wenn wir uns bereits im Haus aufhalten. Der Faradaysche Käfig scheint ihm also ein Begriff zu sein, vielleicht ist das aber auch ein altes Familienwissen im wilden Weidenwald, denn erst kürzlich hab ich gelesen, dass Tante CousCous auch um die Eigenschaften eines Autos bei Gewitter weiß!

Was auch ganz gut geht: Sofa ausklappen, wir alle drei kuscheln dort zusammen und schauen DVD, das hat ebenfalls einen gewissen Beruhigungsfaktor für den Hund, wenn ich aber geahnt hätte, auf welche Ideen das Bödis Herrchen bringt, hätte ich das tunlichst unterbunden!!!


Neulich Nacht: dem heißesten Tag des Jahres folgte die heißeste Nacht des Jahres und leider dazu noch ein Gewitter. Alle schlafen. Alle? Nein, ein gallisch stämmiger Wuschelhund kann bei Gewitter nicht schlafen, jammert wie verrückt, hechelt noch verrückter und sein Herzschlag liegt bei jenseits von gut und böse. Da hielt ein hier nicht namentlich genannter Mann es für notwendig, den Hund ins Bett zu holen. Unser Bett ist nicht besonders breit, weshalb ich fast auf der anderen Seite wieder raus gefallen wäre. (Die Frage: der Hund oder ich? werde ich also tunlichst nicht stellen, das könnte übel für mich enden.... :) ) Es war toll. Nicht.
Eine Affenhitze und zwischen uns liegt eine plüschige Heizdecke! Als das Gewitter vorbei war und Herr Bö zu dem Entschluss kam, dass es AUF mir statt neben mir NOCH bequemer sein könnte, habe ich ihn  dann raus geschmissen.
Sie lasen eine Episode aus dem bemitleidenswerten Leben einer von Mann und Hund unterdrückten Hundehalterin.


PS: Bei einem der letzten Gewitter hat es in unserem Haushalt einige Schäden gegeben, unter anderem z.B. die Telefonleitung, das Telefon, den Router, die Netzwerkkarte, der Splitter, den NTBA usw. usw. irgendetwas behindert hier immer regelmäßige Blogeinträge...

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Kommentare:

  1. Gemeinsames Leid ist halbes Leid. Nicht wahr ??!!!!
    Angus hat zwar keine Angst vor Gewitter - das wird nach wie vor verbellt, aber wehe es kommt Wetterleuchten und W I N D.
    An schlafen nicht zu denken, es sei denn, die Balkontüre des Schlafzimmers ist ZU. Sauna praktisch umsonst.
    Diese Nacht bin ich umgezogen um meinem Mann die Sauna zu ersparen. Ins Gästezimmer nebenan, Fenster zu, Rollo runter, ein hechelnder zitternder Hund neben mir.
    Gut, dass ich soooo müde war, um doch auf der unausgezogenen Gästecouch einzuschlafen.
    Genickstarre musste einfach akzeptiert werden.
    ER, seine Majestät, hat sich dann doch beruhigt.
    Wenn es noch mehr solche Nächte gibt - Manou ade - ein Fall für die Klapse.

    Liebe Grüße
    Manou

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  2. Ha, da bin ich aber erleichtert, dass es nicht nur bei uns so zugeht :)
    Majestät trifft es doch ganz gut.
    Schön, dass Du uns hast teilhaben lassen an Eurer Horrornacht.
    LG Desiree & Bödi

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