Donnerstag, 6. Mai 2010

Herr Bödefeld als Statistiker Teil 1

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Unser lange Abwesenheit im Internet lag zu einem nicht ganz unbeträchtlichen Teil auch an den technischen Voraussetzungen hier auf dem Land.

Hatten wir zunächst nicht mal eine Telefonleitung (von Handyempfang oder einem Internetanschluss ganz zu schweigen), stellten wir dann fest, dass unsere lahme DSL-Verbindung nicht geeignet für den Upload von Bildern ist, schlussendlich hat dann noch unser Router den Geist aufgegeben und wir waren wieder gänzlich ohne Internet. Aber nu simmer ja wieder da und ich habe mal einen Blick in unsere Besucher-Statistik gewagt.
Unter anderem haben Menschen uns hier gefunden, weil sie folgende Begriffe in die Suchmaschinen eingegeben haben:

wie lange wächst ein Briard?
Ja, gute Frage und auch Definitionssache. Herr Bödefeld ist ja unser erster Briard, also kann ich da auf keinen großen Erfahrungsschatz zurück greifen. Eigentlich sollte das Höhenwachstum mit einem Jahr abgeschlossen sein, in den beiden darauf folgenden Jahren wird er dann noch breiter in der Brust und insgesamt etwas stattlicher. Sollte der Dosenöffner es allzu gut meinen, kann der Breitenwachstum aber durchaus andauern :)
Bödi ist ein eher sportlicher Typ und wird wohl kein großer, imposanter Rüde, dennoch hoffe ich, dass er in den nächsten Monaten noch etwas an Statur gewinnt - ein bißchen mehr auf den Rippen steht ihm sicherlich gut. Aber bisher bin ich sehr zufrieden mit ihm und sein Umfang wurde letztes Wochenende mehrfach für gut befunden, aber dazu später mehr.

Zahnwechsel beim Briard

Ja! Super Sache!!! Welpenzähnchen sind, nun ja, das erste was mir dazu einfällt: schmerzhaft!
Herr Bödefeld hat sichtlich unter seinem Zahnwechsel gelitten. Er hat zwar alle Zähne in relativ kurzer Zeit verloren, aber das Durchbrechen so vieler bleibender Zähne zur gleichen Zeit hat er eher männlich weggesteckt - nämlich sehr wehleidig. Obwohl wir ihm alles mögliche zum Kauen angeboten haben, waren unsere Hände und Arme als Kauobjekte in dieser Zeit der beste Trost. Da er uns so "hautnah" an seinem Zahnwechsel teilhaben ließ, haben wir ganz viele Zähne gefunden und halten sie als Erinnerung an unser Baby-Bödi in Ehren. Ende der 22. Lebenswoche war das Zahndrama bei uns dann ausgestanden.

Retriever Briard

Jo, auch Briards können eifrige Retriever sein. Auch wir binden das Apportieren in viele Übungen ein. Aber auch dazu später mehr. Ein Mix aus einer Retriever-Rasse und dem Briard stell ich mir lustig vor, mir ist das Original aber lieber :)

Frisur Briard
Frisur - überhaupt gutes Aussehen ist wichtig! Gerade wenn man als Briardrüde bei den Damen was her machen will. Hier mein Favorit für die nächste Frühjahr/Sommer-Saison.


Futterdummy für Briard
Haben wir. Benutzen wir. Wobei ich unterscheide zwischen dem Dummy und dem tatsächlich befüllbaren Futterbeutel. Qualitativ gibt es bei den Futterbeuteln doch große Unterschiede, erwischt man die "falsche" Marke hat man nicht lange Freude und der Beutel entleert sich gerne mal selbstständig ohne das Dazutun des Hundehalters.Die Arbeit mit dem Futterbeutel hat mir und Bödi als Team eine Menge gebracht. So hätte ich ohne die Arbeit mit den so genannten Beziehungsdreiecken oder doppelten Dreiecken meinem Jungspund wohl niemals dazu bringen können, bei mir "nachzufragen", was ok ist und was nicht oder was er gerade tun oder lasssn soll. Bödi ist ein kleiner Hektiker und auf dem Hundeplatz geht gerne mal sein Temperament und Arbeitseifer mit ihm durch. Da die Übungen mit dem Futterbeutel viel über Distanzkontrolle laufen, hilft es ihm, ruhig und konzentriert zu arbeiten, während er bei körpernahen Übungen oder Agility oder auch Dogdancing gerne überdreht und vor lauter Erregung gar nicht mehr bei der Sache bleiben kann.
Sein liebstes Hobby ist Futterbeutel suchen! Gerne in luftiger Höhe auf Holzstapeln oder ähnlichem.
Ja wo isser denn?


Hier vielleicht?


Hab ihn!


Futterempfehlung Briard
Um mit Fontane zu sprechen: Das ist ein weites Feld.
Mittlerweile haben wir ein paar Trockenfuttermarken durchprobiert und zur Zeit eines gefunden, dass Bödis sensibler Magen gut verdauen und umsetzen kann. Wir peilen aber noch für dieses Jahr eine Umstellung zur Rohfleischfütterung an.
Vielleicht ganz interessant für den einen oder anderen: Bödi war als Welpe eine zeitlang mehr als "schwierig" und das ist noch euphemistisch umschrieben. Er zeigte sich nach den Fütterungen hyperaktiv, völlig überdreht, in diesen Phasen war er nahezu unkontrollierbar und sogar bissig, wenn er seinen Willen nicht gekriegt hat. Wir waren als Halter ziemlich verzweifelt. Ein Check beim Tierarzt hat keine körperlichen Ursachen ergeben und wir haben auch erzieherisch so manches probiert, um den Hund im Zaum zu halten. Dabei lag die Lösung (in unserem Fall!) so nahe. Nachdem wir die Futtermarke gewechselt hatten und Bödi nur noch getreidefrei ernährten hatten wir plötzlich einen neuen Hund und alle oben genannten Probleme waren Geschichte. Ich weiß es gibt besonders im Internet heftig geführte Diskussionen über Ernährung von Hunden im generellen aber auch um die Rolle von Getreide im speziellen. Ich kann nur sagen: unserem Hund hat es mehr als deutlich geholfen, auf Getreide im Futter zu verzichten.


Herr Bödefeld im Zoo Teil 2

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Weiter geht's mit unserem Zoobesuch im November 2009:


Eisbären? Besser auf Nummer sicher gehen:


Oh Gott, ein junger Briardrüde - ich versteck mich besser:


Hui sind die groß:


Der Eintritt für Hunde in der Zoom-Erlebniswelt beträgt 4,50 € und obwohl man mit ihnen nicht in Tierhäuser oder Durchgangsgehege darf, lohnt sich ein Besuch dennoch für Mensch und Hund. Es gibt viel zu schnüffeln und zu staunen!
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Herr Bödefeld im Zoo Teil 1

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Was tut man nicht alles, um einen jungen Hund die Welt zu zeigen.

Restaurant- und Cafebesuche (natürlich nur für den Hund! Der muss das doch kennen lernen! ;) ), wir sind durch Einkaufszentren gelatscht (laaangweilig für Herrchen und Frauchen, interessant für Hund und Passanten), haben etliche Pfarr-, Dorf- und Stadtfeste besucht; von Sommerfest des örtlichen Traktorclubs, Training der hiesigen Fußballmannschaft und St. Martins-Umzug der Kindergarten- und Grundschulkinder haben wir nichts ausgelassen.Was soll ich sagen? Die Sozialisierung durch unseren Hund hat Früchte getragen. Der kleine Hund hat uns gezeigt, dass viele fremde Menschen auf einem Haufen nicht schlimm sein müssen und ich denke, diese vielen Erlebnisse haben sich positiv auf unser Verhalten ausgewirkt.
Bödis beste Sozialisierungsidee aber war der Besuch im Zoo. Ich bin froh, dass er uns in die Zoom-Erlebniswelt mitgenommen hat. Bilder davon gibt es natürlich auch:



Herrchens Kommentar zu dieser Hängebrücke: "Für diesen Hund tust Du auch alles!" Konnte der gar nicht glauben, dass ich mich da rauf getraut hab - ich auch nicht. Das Ding hat so schrecklich gewackelt, gut, dass der Hund mir Mut gemacht hat!





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Herr Bödefeld und der Attentäter

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Im November hatten wir ungebeten Besuch!!!
Ein Unbekannter hat sich bei uns rein geschlichen und unseren armen Bodo masakriert! Hier seht ihr ein Foto vom Tatort kurz nach der Tat:


Eine Überwachungskamera lieferte uns ein Bild vom Täter, leider ließ die Qualität der Aufnahme zu wünschen übrig:


Dank sachdienlicher Hinweise aus der Bevölkerung konnte bald ein möglicher Täter vernommen werden. Merkwürdiger Weise besaß der Tatverdächtige gewisse Ähnlichkeiten mit unserem Bödi:


Bödi! Wo warst Du zum fraglichen Zeitpunkt der Tat?


Ich?!



Äh.....ich war baden: guckst Du:


Obwohl viele Indizien gegen ihn sprachen, ist Bödis Schuld niemals richtig bewiesen worden. Ich vermute dennoch zumindest eine Mittäterschaft, anders ist mir sein beschämtes Verhalten am abend der Vernehmung nicht zu erklären:


*Anmerkung der Redaktion: Herr Bödefeld hat als Welpe tatsächlich nahezu nichts zerstört oder angekaut, aber kaum sind die Molaren und Prämolaren durchgebrochen, erwachte in ihm der Killerinstinkt. Es ist sehr interessant mitanzuschauen, wie zielgerichtet er die Gliedmaßen seiner Stofftiere ganz nach hinten ins Maul schiebt um sie systematisch abzubeißen.

Etliche Rettungsversuche der armen Tiere bei Dr. Friedchen (meine Omi), die tapfer versuchte die Beißwunden zu vernähen und die verbliebenden Stümpfe zu versorgen blieben ergebnislos. Kaum hatte meine Mutter eine Ladung Stofftiere zu uns zurück gebracht, tja, was soll ich sagen - ich glaub sie war noch nicht wieder im Auto, als das erste Tier bereits wieder einen Gliedmaßenverlust zu beklagen hatte. Seitdem halte ich mich im schwedischen blau-gelben Möbelhaus fast länger in der Kinderabteilung, als in der Kerzenabteilung auf, um neue Tiere heranzuschaffen. Ich glaube, das nennt man dann wohl Beschaffungskriminalität oder so....
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Herr Bödefeld liegt zur Probe

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so eine neue Unterkunft musste natürlich ausgiebig getestet werden. Auch Orte, die damals noch für ihn verboten waren, wurden in (scheinbar) unbeobachteten Momenten auf ihre Qualitäten als Liegestätte untersucht.



Da hat sich wohl jemand im Stochwerk vertan! Aber auch das Sofa wurde immer wieder okkupiert:



Wie? Was ich vorhabe? Nix hab ich vor!


eher selten lag er auch mal auf dem blanken Boden


und ab und an hat es ihn auch in sein Körbchen verschlagen.


Heute darf er übrigens auf dem Sofa liegen, allerdings erst, seitdem er a) gelernt hat vorher um Erlaubnis zu fragen und b) Fersengeld gibt, sobald ich ihm das Signal "Runter" gebe. Lustigerweise ist das Sofa seitdem relativ uninteressant geworden und er zieht sein Körbchen meist vor.
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Herr Bödefeld zieht um

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hieß es im Oktober 2009.

Nachdem Bödi zu unserer Familie gestoßen ist, haben wir 8 Wochen lang bei meinen Eltern gewohnt, bis unser eigenes Heim endlich bezugsfertig war. Für unser Bödelchen war diese Zeit in einem 4-Generationen Haushalt genau richtig. Vom Neugeborenen bis zur 84-jährigen Omi war alles dabei und ich denke, dass diese Zeit unser Familientier doch entscheidend geprägt hat. Wären wir direkt in unsere jetzige "Hundehütte" gezogen, die doch sehr abgelegen mit wenig Umweltreizen liegt, hätte er vielleicht so manches verpasst.
Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit sind wir dann aufs Land gezogen (immerhin fühlten wir uns dem Blog-Titel verpflichtet!), auch wenn noch nicht alles fertig war:


Für den Fototermin gab es eine Ausnahme und Bödi durfte mal die Küche inspizieren. Ansonsten war der Raum für etliche Wochen und Monate durch die so genannte Bödi-Sperre abgeteilt. Diese räumliche Trennung hat unser Hund auch durchaus als solche erkannt. Nur leider war er der Meinung, dass dieser Raum nicht nur nicht von ihm betreten werden darf, sondern gar nicht zur Wohnung gehörte....

So kam es dann, dass er, so bald er groß genug und seine Blase voll genug war, Anlauf nahm, die Absperrung überwand und die Küche als Hundeklo missbraucht hat - und das obwohl er schon seit Ewigkeiten stubenrein war! (Merke: Stubenrein ist ungleich Küchenrein)


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Herr Bödefeld taucht wieder auf

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und zwar aus der Versenkung!


Zu allererst: Wir leben noch und alle sind gesund und munter. Für alle, die sich gefragt haben, was aus uns geworden ist und sich z.T. auch Sorgen gemacht haben: Sorry!
Bei uns ist in den letzten Monaten viel passiert und manchmal dreht sich das Leben so schnell, dass man kaum hinter her kommt.
Aber jetzt ist Herr Bödefeld wieder am Start und ich werde an seiner Stelle berichten, was er so in der letzten Zeit getrieben hat!
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