Freitag, 22. April 2011

Herr Bödefeld und seine Schlafgewohnheiten

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Bödi quengelt, doch endlich aufzustehen.
Eigentlich ein ganz untypisches Bild, denn Herr Bödefeld ist der Schlafmützen-Otto der Familie und benötigt in der Regel eine Extra-Einladung, um aufzustehen.


Um das gleich mal vorwegzunehmen: wir leben mit 1 (in Worten einem) Hund zusammen und besitzen keine weiteren Haustiere, die hier im Haus mit uns zusammenleben.

Wir müssen also kein Hunderudel beherbergen, dennoch besitzt Bödi 3 Körbchen und 2 Vetbeds.

Benutzen tut er nahezu keins.

Sein Körbchen im Wohnzimmer dient als Rückzugsort und Depot wenn er wichtige Beute gemacht hat. Kalbsbrustknochen, Ochsenziemer , Dentastix oder andere besondere, essbare Dinge werden dorthin verschleppt, um dann angespielt und angebellt zu werden. Ist alles verspeist, springt er auch direkt schon wieder raus aus dem Körbchen und legt sich daneben oder geht in die Dusche.

Sein Körbchen in der Küche benutzt er zeitweise während wir essen, lieber liegt er aber direkt vor der Terrassentür, die noch nicht richtig abgedichtet ist und deshalb kühler ist.

Das Körbchen im Schlafzimmer können wir eigentlich auch einmotten - ein reines Dekoobjekt. Herr Bödefeld fährt da nämlich eine ganz andere Strategie, die mir kurz nach unserem Einzug hier fast einen Herzinfarkt eingebracht hätte:
Ich wache morgens auf und schaue auf meine Bettseite, auf der eigentlich Klein-Bödi liegen sollte. Bödi ist aber weg - sein Körbchen allerdings auch! Ein Riesenhundebett, einfach weg. Wahrscheinlich habe ich für eine Sekunde wirklich geglaubt, man hätte mir Hund & Bett aus dem Schlafzimmer raus geklaut.
Auflösung: Bödi liegt nicht gerne im Hundebett, mag aber die Zimmerecke, in der das Hundekörbchen steht. Also quetscht er sich jede Nacht zwischen Wand und Hundebett und schiebt das Körbchen mit seinen Pfoten so weit als möglich weg. In der besagten Nacht hat er also sein Körbchen unter unser Bett geschoben, es sich dann später wohl doch anders überlegt und sich unter unser Bett ins Körbchen gelegt und sich dabei super versteckt.

Heute schläft er nachts in der Dusche und kommt morgens gegen 3 Uhr ins Schlafzimmer getappst, um sich zwischen Wand und Körbchen zu quetschen.

Herr Bödefeld wieder mal Minimalist:



Als es im vergangenen Winter richtig, richtig kalt wurde, hat Bödi sich auch mal den einen oder anderen Sonntagmorgen in unserem Bett am Fußende zusammengekringelt (natürlich immer auf meiner Seite, bin ja nur ich, die dann irgendwann eine Thrombose kriegt, weil sie so zusammengequetscht dort liegen muss).

Es wird ja immer noch viel diskutiert in der Hundewelt über erhöhte Liegeplätze, Dominanz, Rangordnung und was sonst noch alles in diesen Themenkomplex gehört. Ich kann Euch nur erzählen, meine Position in unserer Familienrangordnung ist total für den %$&/((§! Ich bin nämlich eine kleine, unbedeutende Minderheit in unserer männlich dominierten Lebensgemeinschaft hier. *Schnief*

Es ist erst wenige Wochen her, als ich nachts aufstehen musste. Nach 2 Minuten komm ich zurück ins Schlafzimmer und möchte mich ins Bett legen, als auf meiner Seite ein riesiger Plüschberg liegt - über die ganze Länge verteilt! Trotz der unchristliche Zeit musste ich dennoch lachen, weil mein Bett zu besetzen, das hat das Bödi bisher auch noch nicht gebracht.
Ein bißchen beleidigt war ich aber schon, denn ich finde T. hätte meinen Platz vor dem Vierbeiner verteidigen müssen! Als ich ihn darauf anspreche, erwidert der doch tatsächlich: weg gegangen Platz vergangen!

Da könnt Ihr mal sehen, was ich für eine arme Socke bin! Aber ich bin ja nicht nachtragend und wollte T. am nächsten morgen noch die Gelegenheit geben, seinen fauxpas wieder gut zu machen. Ich erwähne also noch mal, dass ihm doch eigentlich daran gelegen sein sollte, dass ICH neben ihm liege und nicht unser Hund. Seine ernüchternde Antwort: er wollte einfach nur schlafen, alles andere war ihm egal!

Traumatisierte Ostergrüße von der untersten Stufe der Rangordnung sendet Euch Desiree



*und jetzt husch husch ins Körbchen und weiter nucken*

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Kommentare:

  1. Öh ..ja. Emil hat auch 3 fast unbenutzte Hundebetten und diverse Vetbeds... So sind sie halt, die Jungs. Es geht doch nichts über ein kühles Fliesenbett. Das mit dem Bett ist mir genauso auch einmal passiert, als Emil eine Narkose auszuschlafen hatte. Ich kam aus dem Bad zurück und das wars mit meiner Bettseite. :-)

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  2. *kicher* Danke für den amüsanten Einblick in Bödis Schlafgewohnheiten!
    Hanne meint, Du kannst schon froh sein, dass T. wenigstens wach geworden ist! Volker pennt einfach weiter, DEN interessiert es auch überhaupt nicht, wer neben ihm schläft... Wer zu spät ins Bett kriecht, findet keinen Platz, alles voll mit schwarzem Pelz. :-D

    LG und Wuff, Nero & Murphy

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  3. Harte Sitten, aber wenn Joy nachts ins Bett schleichen würde - vorausgesetzt ich würde es verlassen ;-) Ja, dann wäre mein Gatte wohl auch der letzte, der Schnuckelchen aus dem Bett schmeißen würde - frei nach dem Motto 'DU bringst ihr das doch alles bei...'
    Aber im Grunde hättest du nach der Bettbesetztng doch 5 Schlafstätten von Bödi zu freien Verfügung..... *duck und schnell wech mit gekicher*
    Fröhliche Ostertage wünschen
    Siggi und Joy

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  4. Hallo Herr Bödefeld,
    wir haben mal in deinem Revier rum geschnüffelt und es hat uns sehr gut gefallen. Wir kommen jetzt regelmäßig lesen.
    Übrigens sind wir auch stolze Besitzer von 6 Schlafstätten unterschiedlicher Bauart, welche wir aber nur sehr selten nutzen. Des Nachts mogeln wir uns dafür in Frauchens Bett.
    Liebe Ostergrüße von Emma und Lotte

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  5. Scheint ja gar nicht mal so unüblich zu sein, dass der Hund im Bett schläft und dabei auch gerne mal die Besitzer dabei ausquartiert.
    Dabei meine ich beim Überfliegen im "Schwarzbuch Hund" gelesen zu haben, dass "Hund im Bett" ein Tabuthema ist, viele Menschen machen es zwar, aber nur wenige geben es zu.

    Liebe Grüße,
    Desiree & Herr Bödefeld

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